"Jung übt sich: Die Retter von morgen!" - Projektstart erfolgreich

Vier Organisationen - 24 Stunden - ein gemeinsames Projekt - "Jung übt sich: Die Retter von morgen!"
 
Die Nummer in der Handfläche - das Erkennungszeichen der Mimen im Luftschutzbunker - stellte sicher, dass niemand im Stollen vergessen wurde.
Das Projekt "Jung übt sich: Die Retter von morgen!" hat sich zum Ziel gesetzt, die Zusammenarbeit der Augsburger Hilfsorganisationen schon ab dem Jugendalter zu pflegen. Im Rahmen gemeinsamer Ausbildungen und Übungen können sich die Jugendlichen kennen lernen und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit üben.

Ein weiteres Ziel des Projekts ist es die Nachwuchsarbeit im Ehrenamt in den Focus zu rücken, denn: Die Nachwuchsretter von heute sind die Retter von morgen. Und ohne Ehrenamt wäre in unserer Gesellschaft vieles nicht möglich.

Bei der 24h-Übung mit rund 100 Teilnehmern zum Projektstart waren die Jugendlichen von THW OV Augsburg, Johanniter Unfallhilfe Regionalverband Schwaben, Freiwillige Feuerwehr Pfersee und DLRG KV Augsburg/Aichach-Friedberg e.V. im Einsatz. Beim THW wurde am Freitagabend die Basis für die ersten Einsätze und die Nacht eingerichtet. Und dann hieß es immer wieder: "Alarm für …" und schon gab es eines der  gemeinsamen Übungsszenarium zu bewältigen, z.B.:
  • ein Verkehrsunfall mit eingeschlossenen und verletzten Personen sowie einer Ölspur;
  • ein Sichtungswettkampf der Rettungsdienste;
  • ein Fahrzeugbrand mit viel Pyrotechnik;
  • ein Unfall in einer Baugrube mit mehreren verletzten Bauarbeitern und nervenden Schaulustigen;
  • ein weiterer Brand von Paletten;
  • verschiedene Arten der Wasserrettung;
  • ein Pumpeneinsatz am Wertachkanal;
  • ein Forstunfall im Wald mit einem Waldarbeiter, der unter einem umstürzenden Baum begraben wurde.

Die Abschlussübung bildete ein gemeinsamer Großeinsatz in einem ehemaligen "Luftschutzbunker" aus dem 2. Weltkrieg, Gemäß Übungsszenario kam es bei einer wilden Party im Stollen zu einer Panik mit zahlreichen verletzten Jugendlichen. Diese mussten in den stockdunklen, engen und schier endlos langen Gängen des Stollens unter dröhnendem Discosound gefunden, gerettet und anschließend am Patientensammelplatz versorgt werden. Dabei wurde besonders deutlich, wie wichtig eine gute und funktionierende Zusammenarbeit aller Retter ist.

Und Diejenigen, die gerade erst mit ihrer Ausbildung zu Nachwuchsrettern angefangen hatten, konnten bei der Übung als Verletztendarsteller (sog. Mimen) in das Einsatzgeschehen hineinschnuppern. Hierfür wurden ihnen vom RUD-Team (Realistische Unfalldarstellung) der JUH professionell entsprechende Verletzungen geschminkt und deren Symptome genau erklärt. Das Repertoire reichte von Hautabschürfungen, Platzwunden, Beulen, Knochenbrüchen bis zu Schock und Atemproblemen. Und auch zum Thema Übelkeit gab es so diverse „Geheimrezepte“. Diese Gruppe hatte riesigen Spaß beim Schminken und Warten. Beim Einsatz waren dann alle voll konzentriert und spielten ihre Rolle sehr glaubhaft.

Die 24h-Übung zum Projektstart war ein voller Erfolg und die Teilnehmer freuen sich schon auf die nächste gemeinsame Übung. Im weiteren Verlauf des Projekts ist dann auch die Einbeziehung weiterer Jugendgruppen von Augsburger Hilfsorganisationen geplant.

Weitere Informationen:
https://augsburg.dlrg.de/retten/projekt-jung-uebt-...

Fotos: DLRG KV Augsburg/Aichach-Friedberg e.V. - Dagmar Leeb

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