Katastrophenschutzvollübung

Augsburg: Landratsamt |

Der Landkreis Augsburg probt bei Huntsman den Ernstfall

Das Landratsamt Augsburg führt am Samstag, 12. Oktober, zwischen 9 und ca. 13 Uhr eine Katastrophenschutzvollübung bei der Firma Huntsman in Langweid durch.

Da sich auf dem Gelände der Firma Huntsman gefährliche Stoffe befinden, besteht für die Firma ein besonderer Katastrophenschutzplan, der an diesem Tag beübt werden soll. „Solche Notfallpläne werden laufend aktualisiert und fortgeschrieben. Die Übung soll unter anderem zeigen, ob der Plan in seiner aktuellen Version zur Bewältigung eines denkbaren Schadensereignisses zweckmäßig und ausreichend ist oder ergänzt bzw. an einzelnen Stellen verändert werden muss“, erläutert Landrat Martin Sailer.

Im Ernstfall würden Katastrophenschutz-Sirenen laufen, die zuletzt im bayernweiten Probealarm am 12. September getestet wurden. Ihr einminütiger Heulton weist die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, die Rundfunkgeräte einzuschalten. Im Rahmen der Übung am 12. Oktober werden nur mobile Warnlautsprecher, sogenannte Mobela, eingesetzt, die durch den Ort Langweid am Lech fahren.

Der Landkreis Augsburg hat in den letzten Jahren viel Geld in den Katastrophenschutz investiert und so unter anderem zahlreiche Mobela angeschafft, die verschiedenen Feuerwehren über den ganzen Landkreis verteilt zur Verfügung stehen. „Dadurch haben wir neben der Sirenenwarnung eine weitere Möglichkeit für die flächendeckende, schnelle, effektive und sichere Warnung unserer Bevölkerung – bei Bedarf Straßenzug um Straßenzug“, so der Landrat.

An der Vollübung werden ca. 170 Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Polizei, des BRK und des THW aktiv vor Ort teilnehmen, die durch einen Örtlichen Einsatzleiter geführt und durch die zeitgleich im Landratsamt agierende „Führungsgruppe Katastrophenschutz“ koordiniert und unterstützt werden. Im Hintergrund werden verschiedene Szenarien von einer Übungsleitung, bestehend aus Vertretern der Firma, des Landratsamtes, der Feuerwehr, des BRK und des THW, eingespielt.

„Die Unterstützung durch die – außer der Polizei – ehrenamtlich tätigen Hilfsorganisationen ist für einen effektiven Katastrophenschutz unverzichtbar! Ohne dieses freiwillige Engagement könnten wir als Behörde den Schutz unserer Bürger nicht sicherstellen. Deshalb kann dieses Engagement gar nicht hoch genug geschätzt und gewürdigt werden! Mein herzlicher und aufrichtiger Dank gilt allen ehrenamtlich tätigen Helfern, die wieder einmal einen freien Samstag für diese Großübung opfern!“, betont Landrat Sailer.

„Der Katastrophenschutz liegt mir sehr am Herzen. Um unsere Bürger im Falle eines großen Schadensereignisses bestmöglich schützen zu können, sind aber neben einer guten Ausstattung auch regelmäßige Übungen, bei denen Schadensszenarien durchgespielt werden, notwendig“, erklärt der Landrat und bittet bereits im Voraus um Verständnis, wenn es am Samstag in der Umgebung von Langweid übungsbedingt zu Verkehrsbehinderungen oder anderen Beeinträchtigungen kommen sollte.
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