Marihuana-Plantage in Baumkronen: Am Freitag beginnt der Prozess

Das Foto der Augsburger Polizei schaffte es im vergangenen Sommer auch in viele Zeitungen außerhalb Bayerns, so spektakulär war die Meldung über die Cannabis-Zucht in luftiger Höhe. Am Freitag steht nun der mutmaßliche Plantagen-Besitzer vor Gericht. Foto: Polizei Schwaben Nord

Gut ein Jahr ist es her, dass eine Marihuana-Plantage in den Bäumen des Haunstetter Walds für Aufsehen sorgte. Am Freitag steht nun ein 35-Jähriger vor Gericht. Er ist angeklagt, insgesamt 37 Cannabispflanzen in luftiger Höhe angebaut zu haben.

Ende Juli vergangenen Jahres hatte ein Spaziergänger am Rande des Augsburger Stadtwalds „seltsam aussehende Pflanzen in Töpfen“ entdeckt. Er recherchierte – und fand heraus, dass es sich offenbar um Cannabispflanzen handelte. Also verständigte der Mann die Polizei, welche die Plantage zunächst vor ein Rätsel stellte.

In rund 25 Metern Höhe stellten die Beamten insgesamt fast 6 Kilogramm Ernte fest. Die Pflanzen konnten nur mit Unterstützung der Höhenretter der Berufsfeuerwehr Augsburg geborgen werden.

Entsprechende „Kletterfähigkeiten“ attestiert nun auch ein Sprecher des Amtsgerichts Augsburg dem Angeklagten.

Der Anklagevorwurf lautet „unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmittel in nicht geringer Menge“. Am Freitagvormittag muss sich der 35-Jähriger vor dem Amtsgericht verantworten. (jaf)
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