Polizei Schwaben-Nord warnt: Das ist die neue Masche der falschen Polizeibeamten

Die Täter verwenden aktuell die Namen „Oberkommissar Bach, Kriminalhauptkommissarin Müller und Oberkommissar Schneider“ (Symbolbild). (Foto: gajus, 123rf,com)

Die Anrufwellen von falschen Polizeibeamten reißen nicht ab. Wie in den Städten Stuttgart, Ulm, Neu-Ulm, München und Nürnberg traten auch wieder vermehrt Anrufer im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord auf. Betroffen waren diesmal insbesondere die Städte Augsburg, Bobingen, Schwabmünchen und Zusmarshausen.

Insgesamt habe es im Zeitraum zwischen 29. März und 3. April über 30 angezeigte Fälle gegeben. Die Anrufe erfolgten zumeist in den Abendstunden.

Von den Tätern verwendet wurden dabei die Namen „Oberkommissar Bach, Kriminalhauptkommissarin Müller und Oberkommissar Schneider“. In den Telefonaten wurde vorgetäuscht, dass in der Nähe der Angerufenen Einbrecher festgenommen worden seien. Dabei sei unter anderem eine Liste aufgefunden worden, auf der auch der Name der Angerufenen stehen würde. Anschließend erkundigten sich die Täter nach Wertsachen, Schmuck und Banknoten im Haushalt der Angerufenen.

Wenn ein Opfer auf die falschen Polizeibeamten eingeht, wird das Telefongespräch fortgesetzt und ein Termin zur Übergabe des Bargeldes oder der Wertsachen vereinbart.

Weiterleitung in falsche Notrufzentrale

Neu bei diesem Phänomen ist laut Polizei folgendes: Den Angerufenen wird bei aufkommender Skepsis die Möglichkeit gegeben, sich mit dem Polizei-Notruf unter 110 in der Verbindung zu setzen. Nach einem Pfeifton sollten die Angerufenen den Notruf wählen. Im Anschluss wird den Opfern dann über ein im Ausland gelegenes Callcenter ein echter Notruf vorgegaukelt und die Identität der falschen Polizeibeamte bestätigt. Allerdings wurde das bestehende Gespräch nicht unterbrochen, die Verbindung blieb bestehen.

Wichtig daher: Der Angerufene muss aktiv das Gespräch beenden und das Telefon auflegen, bevor er die Notrufnummer 110 wählt. Ansonsten wird die Verbindung durch die Telefonbetrüger aufrechterhalten und der Geschädigte erreicht nicht die Polizeieinsatzzentrale, sondern spricht mit einem Mittäter eines Callcenters in der Türkei.

Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord betont: Die Polizei erkundigt sich nicht nach Bargeld und Wertsachen von Mitbürgern am Telefon. Die Angerufenen sollten angeben, dass sie den Betrug erkannt haben und die richtige Polizei verständigen werden, danach das Gespräch beenden.

Weitere Tipps finden sich unter: www.polizei-beratung.de
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