Protest gegen AfD-Parteitag: Polizei zieht positives Fazit

Die Kundgebung gegen den AfD-Parteitag endete am Samstag auf dem Rathausplatz.

Gewalttätige Proteste, wie sie - so mitunter der Eindruck im Vorfeld der Demonstrationen gegen den AfD-Parteitag - der ein oder andere Journalist herbei schreiben wollte, sind ausgeblieben. Rund 6000 Menschen demonstrierten am Samstag friedlich gegen Rechts. Der Veranstalter, das Bündnis für Menschenwürde, zeigte sich zufrieden. Und auch die Polizei zieht ein positives Fazit.

"Aus polizeilicher Sicht ging die bereits im Vorfeld immer wieder kommunizierte Einsatzstrategie auf; es kam zu keinen gewalttätigen Auseinandersetzungen, geschweige denn zu den von externen Quellen prognostizierten Straftaten", resümiert die Polizei. Es habe auch keine ernsthaft Verletzten gegeben, abgesehen von zwei leichtverletzten Versammlungsteilnehmern nach dem Einsatz von Pfefferspray.

Das Straftatenaufkommen insgesamt war mit bislang bekannt gewordenen 24 Delikten (überwiegend Sachbeschädigungen und Beleidigungen) verhältnismäßig gering. Hervorzuheben sei allerdings die versuchte Körperverletzung zum Nachteil des Oberbürgermeisters der Stadt Augsburg, der auf einer Bühne am Rathausplatz mit Eiern, Tomaten und einer Plastikflasche beworfen wurde. Außerdem seien Einsatzkräfte mit einem pyrotechnischen Gegenstand beworfen worden, was strafbar als versuchte gefährliche Körperverletzung sei.

"Der weitestgehend friedliche Verlauf des Wochenendes dürfte zum einen auf das polizeiliche Maßnahmenbündel zurückzuführen sein, zum anderen auf die friedliche Grundhaltung der allermeisten Versammlungsteilnehmer, die Gewalt als Protestform ablehnten und dies auch zeigten", fasst die Polizei zusammen.

„Mein ausdrücklicher Dank gilt allen Augsburger Bürgerinnen und Bürgern, die friedlich und kreativ ihre Meinung artikuliert haben, Provokationen aus dem Weg gegangen sind und dabei einmal mehr gezeigt haben, dass Augsburg zurecht als „Friedensstadt“ wahrgenommen wird. Respekt zolle ich auch denjenigen, die zur Kundgebung nach Augsburg angereist sind und sich trotz erkennbar anderer Ausrichtung weitestgehend an die Weisungen der Polizei gehalten und nicht zur Eskalation beigetragen haben", wird Einsatzleiter Polizeivizepräsident Norbert Zink im Abschluss-Pressebericht zitiert. (jaf)
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