Rechtsextreme "Bürgerwehren" patrouillieren auch durch Augsburg

Aus solchen Gruppierungen können sich „Ansätze für rechtsterroristische Potenziale herausbilden“, schreibt die Bundesregierung über die "Bürgerwehren" (Symbolbild). (Foto: Rainer Klotz/123rf.com)

Durch immer mehr deutsche Städte patrouillieren selbsternannte „Bürgerwehren“ – auch durch Augsburg. Das ging nun aus einer Untersuchung der Bundesregierung, nach einer Anfrage der Linken-Fraktion, hervor.

Die „Bürgerwehren“ geben vor für Sicherheit sorgen zu wollen – in der Regel mit einem Verweis auf Kriminalität, die von Ausländern ausgehe. Sicherheitsbehörden betrachten die „Bürgerwehren“ als ernsthaftes Risiko. Denn: Aus solchen Gruppierungen können sich „Ansätze für rechtsterroristische Potenziale herausbilden“, wie es von der Bundesregierung heißt.

In Augsburg fanden seit Anfang des Jahres „Nationalrevolutionäre Streifen“ der rechtsextremistischen Partei „Der III. Weg“ statt.

Der Augsburger Linken-Politiker Frederik Hintermayr betont: „Selbsternannte Bürgerwehren, die das staatliche Gewaltmonopol in Frage stellen und das Ziel haben, in unserer Stadt Angst und Schrecken zu verbreiten, dürfen nicht geduldet werden.“ Der Oberbürgermeister-Kandidat der Linkspartei erwartet "von Seiten der Stadt und Polizei eine Strategie, das Treiben dieser rechtsextremen Truppe ganz entschieden zu unterbinden". (pm/jaf)
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