Rechtsextreme Identitäre Bewegung führte am Montag auch in Augsburg Aktionen durch

Das Büro der Linken am Mauerberg wurde zuletzt mehrmals Opfer von Vandalismus. (Foto: Linke)

Auch in Augsburg kam es in der Nacht auf Montag zu Aktionen der sogenannten Identitären Bewegung.

In der Nacht seien vor drei politischen Parteigeschäftsstellen in der Augsburger Innenstadt Protestaktionen durchgeführt worden, berichtet die Polizei.

Dabei wurden neben Glasflaschen auch Pflastersteine und Holzlatten mit Kunstblut abgelegt. Angebrachte Plakate ließen den Schluss zu, dass diese Teil der bundesweiten Protestaktion sind. "Diese wurde offenbar in Anlehnung an den politisch motivierten Übergriff in Bremen durchgeführt", so die Polizei.

Bei den Aktionen in Augsburg entstand nach ersten Erkenntnissen kein Sachschaden. Inwieweit die Aktion eine strafrechtliche Relevanz habe, werde durch die Polizei geprüft.

Die Augsburger Grüne und die Linkspartei verurteilten die Aktionen der Identitären in Augsburg aufs Schärfste. Die Vorsitzenden der Grünen in Augsburg, Melanie Hippke und Peter Rauscher, teilen mit: „Wer sich angeblich auf 'Heimat' und 'Bayerische Gemütlichkeit' beruft, dann aber vor Parteibüros und an anderen öffentlichen Einrichtungen Tatorte nachstellt, um uns auf niederste Art und Weise zu drohen, hat nichts für die Heimat übrig"

Das Büro der Linken am Mauerberg wurde zuletzt mehrmals Opfer von Vandalismus. „Es handelt sich eindeutig um eine politisch motivierte Tat und den Versuch der Einschüchterung", sagt Anke Diron, stellvertretende Vorsitzende der Augsburger Linken zu dem erneuten Vorfall.

Bundesweit führten die Rechtsextremen am Montagmorgen an Parteizentralen und Medienhäusern eine Plakatkampagne durch. Ein Plakat zeigt ein Bild des verletzten AfD-Abgeordneten Frank Magnitz. Zudem wurden rotverschmierte Steine abgelegt. Hierbei sollte auf eine angebliche Verharmlosung des Linksextremismus aufmerksam gemacht werden. Zumindest vor dem Redaktiongebäude der taz in Berlin hatten die Plaktierer selbst Gewalt angewendet und eine Mitarbeiterin der taz bedrängt. (pm/jaf)
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.