Sieben auf einen Streich: Betrunken auf E-Scootern erwischt

Die Polizei achtet derzeit sehr darauf, ob Fahrer von E-Scootern auch alle Verkehrhsregeln einhalten. (Foto: Foto: Julia Gerasina, 123rf.com)
Augsburg: Gleich sieben Fälle, in denen Fahrer von E-Scootern betrunken erwischt wurden, listet die Polizei vom Wochenende auf.
 Am Samstag gegen 3.45 Uhr kam einer Streife in der Annastraße ein 19-Jähriger auf einem E-Scooter entgegen. Beim Anblick der Polizisten versuchte der junge Mann zu flüchten und ließ dabei den E-Scooter mit aktivierter Fahrt an der Laderampe eines Kaufhauses zurück. Die Beamten schnappten den Burschen kurz darauf dennoch. Er wies diverse Verletzungen auf, die auf einen Sturz deuteten. Daran konnte sich der junge Mann jedoch nicht erinnern. Kein Wunder: Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp zwei Promille. Da der 19-Jährige mehrfach einfach einschlief, orderte die Polizei einen Rettungswagen. Den Heranwachsenden erwartet nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr.
Ebenfalls in den frühen Morgenstunden am Samstag, gegen 2 Uhr, kontrollierte die Polizei in der Jakoberwallstraße einen 20-jähriger Scooterfahrer. Er hatte eine Fahne. Der Atemalkoholtest ergab ein Promille, deshalb durfte er nicht weiterfahren. Auch er wurde angezeigt. 
Am Sonntag zwischen ein und 4.20 Uhr ertappte die Polizei auf der Gögginger Straße fünf betrunkene Scooterfahrer im Alter zwischen 18 und 31 Jahren. Bei einem 18- und einem 29-Jährigen ergab der Atemalkoholtest weit über ein Promille. Die beiden erwartet nun eine Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr. Alle fünft mussten laufen. 

Polizei warnt: Für E-Scooter gelten die gleichen Regeln wie für Autofahrer

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass E-Scooter Kraftfahrzeuge sind, für deren Fahrer die gleichen Regeln gelten wie für Autofahrer. Bereits ab 0,3 Promille kann eine Straftat vorliegen, sofern eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit gegeben ist. Ab 1,1 Promille liegt eine absolute Fahruntüchtigkeit vor. In der Probezeit nach Fahrerlaubniserwerb oder vor Vollendung des 21. Lebensjahres gilt die 0,0-Promille-Grenze, danach sind es 0,5 Promille. Auch die Regeln zur Handy-Nutzung gelten entsprechend. Wer mit Smartphone in der Hand ertappt wird, zahlt 100 Euro plus Gebühren und bekommt einen Punkt in Flensburg. 
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