Silvester in Augsburg: Polizei mehrfach im Einsatz, Neunjähriger durch Leuchtkugel im Mund verletzt

In Augsburg war die Polizei in der Silvesternacht mehrfach im Einsatz. (Foto: Symbolbild: Valterio D'Arcangelo)

In der Silvesternacht waren die Augsburger Polizeibeamten mehrfach im Einsatz. Unter anderem wurde ein neunjähriger Junge durch Feuerwerkskörper im Mund verletzt.

Neunjähriger durch Leuchtkugel verletzt

Für einen neunjährigen Jungen endete die diesjährige Silvesterfeier im Krankenhaus. Das Kind feierte kurz nach Mitternacht mit seinen Eltern und anderen Feiernden in der Tylerstraße in Kriegshaber, wo diverse Feuerwerkskörper verschossen wurden. Wie die Polizei berichtet, sei der Junge dabei offenbar von einer fliegenden Leuchtkugel direkt in den Mund getroffen und unter anderem im Rachenbereich verletzt worden.

Der Neunjährige wurde ins Klinikum gebracht. Aus diesem kann er nach erster Einschätzung im Laufe des Dienstags wieder entlassen werden. Die Polizei geht davon aus, dass eine Kugel aus einem Leuchtstab den Jungen getroffen haben könnte. Welche der umherstehenden Personen den pyrotechnischen Gegenstand gezündet hatte und warum dieser quer auf das Kind geflogen war, müsse nun noch ermittelt werden.

Polizisten angegriffen

In der Innenstadt gerieten gegen 5 Uhr am Hafnerberg zwei Personen in Streit. Eine Polizeistreife konnte zwar verhindern, dass es zu einer offensichtlich bevorstehenden Schlägerei kam, allerdings habe ein 28-jähriger Beteiligter daraufhin seine Aggressivität gegen die Beamten gerichtet.

Er schubste einen Polizisten und verdreht ihm den Finger. Die Einsatzkräfte brachten ihn daraufhin zu Boden und fesselten ihn. "Es folgten massive Beleidigungen und der unvermeidbare Gang in den Polizeiarrest", schreibt die Polizei. Auch dort habe sich das Verhalten des 28-Jährigen aber nicht gebessert. Schließlich urinierte der Betrunkene in den Wachraum der Dienststelle.

Da zwei Beamte leicht verletzt wurden, muss er sich nun auch wegen Körperverletzung verantworten.

Ebenfalls uneinsichtig hatte sich um 0.45 Uhr offenbar ein 16-Jähriger in der Bahnhofstraße gezeigt. Er hatte Feuerwerkskörper auf die Straße geschossen. Als Beamte daraufhin seine Personalien feststellen wollten, weigerte er sich, diese zu nennen. Darum sollte er zur weiteren Abklärung zur Inspektion gebracht werden. Damit sei er nicht einverstanden gewesen, so die Polizei. Er sperrte sich und trat nach den Beamten. Auch sein 18-jähriger Bruder wollte die Maßnahmen verhindern und ging die Polizisten von hinten an, um seinen Bruder zu befreien.

Schließlich konnten die Beamten die Personalen beider junger Männer feststellen. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstand gegen Polizeibeamte, der ältere Bruder muss sich auch wegen versuchter Gefangenenbefreiung verantworten.

Schreckschusspistole für Knallerei verwendet

Das Treiben zweier junger Männer an der Haltestelle Friedberger Straße in Hochzoll entging einer Polizeistreife trotz der bereits beginnenden Silvesterknallerei nicht. Ein 18-Jähriger hatte gegen 23 Uhr mit einer Schreckschusspistole in die Luft geschossen und war anschließend mit seinem ebenfalls 18-jährigen Begleiter in die einfahrende Straßenbahn gestiegen. Beamte kontrollierten das Duo und fanden dabei die Schreckschusspistole, die der Schütze zuvor von seinem Freund erhalten hatte.

Da beide jungen Männer keinerlei waffenrechtlichte Erlaubnisse hatten, müssen sie sich nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Die Beamten beschlagnahmten die Pistole.

Balkonbrand kurz nach Mitternacht

In Oberhausen führte eine fehlgeleitete Rakete wohl zu einem Balkonbrand. Der Balkon im ersten Stock einer Wohnung in der Eschenhofstraße geriet gegen 0.30 Uhr in Brand. Die alarmierte Feuerwehr konnte die brennenden Gegenstände schnell löschen. Der 25-Jährige Bewohner sei zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause gewesen.

Im dortigen Innenhof hatten rund 50 Personen das neue Jahr gefeiert und dabei auch Feuerwerksraketen gezündet. Wer jedoch für den Brand, bei dem ein Sachschaden von rund 1000 Euro entstand, verantwortlich ist, konnte bislang nicht geklärt werden. (pm)
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