Staatsanwaltschaft fordert vier Jahre und neun Monate Haft für Linus Förster

Linus Förster wird in den Gerichtssaal geführt. (Foto: David Libossek)
Im Prozess gegen den Ex-Landtagsabgeordneten Linus Förster sind am Donnerstagvormittag die Plädoyers gehalten worden. Die Staatsanwaltschaft forderte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten. 

Die Beweisaufnahme habe die Vorwürfe aus der Anklage bestätigt, so die Staatsanwaltschaft. Förster habe schlafende und wehrlose Frauen sexuell missbraucht, heimliche Sexfilme von Frauen gedreht, Kinderpornos besessen und eine Prostituierte verletzt.
 
Für den 52-jährigen Ex-Politiker spreche, dass er nicht vorbestraft sei und dass er Entschädigungen von mehr als 30.000 Euro an die Opfer bezahlt habe. Auch sein Geständnis sei strafmildernd, jedoch habe Förster in einigen Details versucht, sein Handeln schönzureden. Etwa behauptete er, keinerlei pädophilen Neigungen zu haben. "Ich habe einfach alles archiviert. Ich habe auch mehr als tausend Landschaftsaufnahmen", hatte er in Bezug auf die Kinderpornografie gesagt.

Die Verteidigung forderte maximal zwei bis drei Jahre. Einige Fälle seien minderschwer. 

Das Urteil fällt am morgigen Freitag. (kd/jaf)
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Michael Loos aus Stadtbergen | 28.09.2017 | 12:51  
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