Wildpinkler, Randalierer und sonstige Gestörte: Polizeibilanz vom Wochenende

Im Arrest landeten betrunkene Straftäter.
Augsburg: Viel zu tun gabe es einmal mehr für die Polizei am Wochenende.

Wildpinkeln hat Folgen: Auf „offener Straße“ wollte am Sonntag gegen 1.30 Uhr ein 26-Jähriger in der Bahnhofstraße urinieren. Eine sechsköpfige Gruppe forderte ihn auf, das zu unterlassen. Daraufhin rastete der 52-jährige Vater des Wildpinklers aus und verpasste  einem Mitglied der Gruppe einen Faustschlag. Nun entwickelte sich eine Rauferei. Als der Vater dabei zu Boden ging, traten vermutlich drei Männer mehrmals auf ihn ein, unter anderem auch gegen den Kopf. Der 52-Jährige verlor das Bewusstsein. Mehrere Streifen rückten an. Dabei wurde schnell klar: Alle Männer waren stark betrunken, es wurden Werte zwischen 1,1 und 2,3 Promille festgestellt. Der 52-Jährige wurde - mittlerweile wieder bei Bewusstsein - vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht. Die Schwere seiner Verletzungen ist zum jetzigen Stand noch unklar. Auch einer aus der anderen Gruppe musste sich mit leichten Verletzungen ins Klinikum begeben. Weitere Beteiligte verletzten sich ebenfalls, wobei vorerst keine ärztliche Behandlung nötig war. Die Polizei ermittelt aktuell gegen sechs Personen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.


Passant verletzt: Am Sonntag gegen 4.20 Uhr gerieten zwei Männer auf der Maximilianstraße aus unbekanntem Grund in Streit. Dabei versetzte ein 22-Jähriger seinem 21-jährigem Gegenüber eine Kopfnuss und kassierte einen Schlag ins Gesicht.  Während der folgenden Rangelei wurde ein unbeteiligter Passant durch einen offenbar „verirrten“ Schlag leicht im Gesicht verletzt.

Randale im Restaurant: Trotz mehrfacher Aufforderung weigerte sich am Freitag gegen 23.45 Uhr ein 18-Jähriger, ein Schnellrestaurant an der Fuggerstraße zu verlassen. Er musste schließlich von einem Mitarbeiter hinausgebracht werden. Der Mann beleidigte daraufhin den 53-jährigen Angestellten massiv und forderte ihn auf, vor das Restaurant zu gehen, um die Sache „zu klären“. Eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife wurde auf den Streit aufmerksam und hielt den Burschen – trotz Fluchtversuchs – fest. Bei der anschließenden Durchsuchung wurde bei dem 18-Jährigen eine Kleinmenge an Marihuana aufgefunden. 

Ausgebremst: Am Samstag gegen 12.30 Uhr fiel mehreren Verkehrsteilnehmern ein Opel auf, der mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf der Bürgermeister-Ackermann-Straße stadteinwärts fuhr. Schließlich wurde der 28-jährige Raser von einer roten Ampel sprichwörtlich ausgebremst und musste dort hinter einem Mercedes anhalten. Da der Mercedes nach dem Umschalten auf Grün für den Geschmack des Opel-Fahrers zu langsam unterwegs war, hupte er seinen Vordermann an, überholte ihn auf der Rosenaustraße und scherte nur knapp vor ihm ein, wobei er den 32-jährigen
Fahrer zum Bremsen zwang. Dass der 32-Jährige nun ebenfalls hupte, gefiel dem Opelfahrer offenbar gar nicht. Er bremste unvermittelt ohne erkennbaren Grund seinen Hintermann bis zum Stillstand aus. Der Mercedes und ein weiteres Fahrzeug konnten rechtzeitig anhalten, ein 54-jähriger BMW- Fahrer konnte allerdings nicht mehr rechtzeitig reagieren und fuhr auf seinen Vordermann auf. Obwohl er den Zusammenstoß offenbar wahrnahm, fuhr der Opelfahrer weiter. Der Mercedesfahrer verfolgte ihn und konnte ihn wenige Straßen weiter anhalten. Er wurde davon „überzeugt“, wieder zum Unfallort zurückzukehren. Dort nahmen ihn die mittlerweile alarmierten Beamten in Empfang.Der BMW- Fahrer wurde leicht verletzt und es entstand ein Gesamtschaden von etwa 25 000 Euro.

Eindringlinge: Am Sonntag gegen ein Uhr wollten drei Männer aus bislang unbekanntem Grund den Hof einer Wohnanlage an der Neuhauser Straße betreten. Um dies zu verhindern, schlossen zwei Anwohner praktisch vor deren Nase das Grundstückstor. Damit war das Trio offenbar nicht einverstanden und schlug die beiden Männer nieder. Danach flüchteten die Täter. Die sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifen verlief bereits nach wenigen Minuten erfolgreich. Die drei 21-jährigen Männer wurden in der Nähe festgenommen. Bei einem Mann war die Polizei besonders gefordert, denn er wehrte sich gegen die Festnahme. Auf Grund des Vorfalls und der starken Alkoholisierung musste das Trio die restliche Nacht im Polizeiarrest verbringen. Die beiden Anwohner wurden leicht verletzt, einer von ihnen musste im Klinikum behandelt werden. 

Passantin ohrfeigt Verdächtigen: Am Samstag gegen 3.45 Uhr trat ein 22-Jähriger unvermittelt gegen die Fahrzeugfront eines Taxis, das am Barthshof geparkt stand. Eine 44-Jährige beobachtete das und stellte den Verursacher zur Rede. Obwohl der Mann die Frau beleidigte, blieb diese hartnäckig. Das Taxi war deutlich sichtbar beschädigt. Als der Mann schließlich zum Schlag gegen die 44-Jährige ausholte, verpasste sie ihm aus Schreck eine Ohrfeige. Der Mann war offenbar von der Courage der Frau derartig verwirrt, dass er davonlief. Die Polizei stellte den 22-Jährigen kurz darauf in der Katharinengasse. Er zeigte sich wiederum aggressiv und landete im Arrest. Der Schaden am Taxi wird auf  500 Euro geschätzt.

90-Jährige bestohlen:  Auf der Metzstraße in Pfersee wurde am Freitag eine 90-Jährige das Opfer eines dreisten Diebstahls. Ein Unbekannter stahl gegen 17.45 Uhr den Geldbeutel aus der Handtasche der Seniorin, die an deren Rollator hing. Dann flüchtete der kleine, schwarz gekleidete etwa 20-Jährige mit einem Mountainbike. Hinweise nimmt die Polizei unter 0821/323 26 10 entgegen.

Nichts ging mehr: Am Freitag gegen 15 Uhr musste eine 20-jährige Audifahrerin auf der Luther-King-Straße an zwei geparkten Autos vorbeifahren und deshalb die Gegenspur
nutzen. Eine entgegenkommende Fahrzeuglenkerin hatte dafür kein Verständnis und blockierte die Straße. Da die Audifahrerin nicht mehr zurücksetzen konnte und sich ihr Gegenüber weigerte, sie durchfahren zu lassen, kam es schließlich zum Streit, wobei die bislang unbekannte Autofahrerin der 20-Jährigen ins Gesicht schlug. Danach fuhr sie davon. Die Polizei ermittelt nun wegen Nötigung und Körperverletzung.


Zeugin klärt Vorfall: Am Freitag schilderte ein 31-Jähriger gegenüber der Polizei, von einem Auto in der Sallingerstraße in Oberhausen angefahren worden zu sein. Er hätte starke Schmerzen am Ellenbogen. Die 19-jährige Autofahrerin sagte, sie habe vor dem Mann angehalten,  da er am Fahrbahnrand stand. Dann habe dieser unvermittelt gegen ihr Auto geschlagen. Für Aufklärung sorgte schließlich eine Passantin. Sie hatte beobachtet, wie der mit mehr als 1,8 Promille betrunkene Mann ohne erkennbaren Grund mit
dem Ellenbogen gegen den Außenspiegel und mit der Faust gegen die Seitenscheibe der
Autofahrerin geschlagen hatte. Offenbar entsprach einzig die Tatsache, dass sein Ellenbogen schmerzt, der Wahrheit. Der 31-Jährige muss nun nicht nur für den Schaden am Fahrzeug aufkommen, sondern sich auch wegen Sachbeschädigung und Vortäuschens einer Straftat verantworten.
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