Zerkarien im Rothsee: Trotzdem kein Badeverbot

Im Rothsee bei Zusmarshausen wurden Zerkarien festgestellt, ein Badeverbot ist laut Gesundheitsamt jedoch nicht notwendig. (Foto: Horst Kleinknecht)

Das Gesundheitsamt Augsburg hat am Montag mitgeteilt, dass im Rothsee in Zusmarshausen Zerkarien festgestellt wurden. Ein Badeverbot ist nach Auskunft der Gemeinde nicht notwendig.

Zerkarien sind laut Gesundheitsamt Larven von Saugwürmern, die in der Regel nur Enten befallen. Die Lebensdauer der Larven beträgt zwei bis drei Tage.

Wenn Menschen befallen werden,  führe dies zu einem stark juckenden Hautausschlag, der bis zu drei Wochen andauern könne. Gefährlich sei die sogenannte Badedermatitis, im Volksmund auch „Entenflöhe“ genannt, aber nicht. "Trotzdem ist der Ausschlag äußerst lästig und unangenehm", räumt die Gemeinde Zusmarshausen in einer Pressemitteilung ein.

Folgende Hinweise und Verhaltensregeln sind laut Gemeinde zu beachten:

- Flache und an Wasserpflanzen angrenzende Uferzonen meiden beziehungsweise sich dort möglichst kurz aufhalten.

- Die mit dem Wasser in Kontakt kommenden Teile des Körpers vor dem Bad mit wasserunlöslicher Creme (Sonnencreme, Vaseline) einreiben.

- Nach dem Baden sich sofort abtrocknen und abreiben (Badesachen wechseln), um den Zerkarien keine Gelegenheit zum Eindringen in die Haut zu geben.

- Nicht kratzen, um Sekundärinfektionen der Haut mit Bakterien zu vermeiden.

Das Jucken sei nach drei bis fünf Tagen verschwunden. Nach zehn bis 20 Tagen sind die Quaddeln abgeheilt, so die Gemeinde. In der Regel bedürfe es keiner ärztlichen Behandlung. "Nur bei Kindern und Personen mit starker allergischer Reaktion kann ein Arztbesuch angebracht sein, um die Symptome durch Einnahme von Medikamenten (Antihistaminika) und durch Anwendung von kühlenden und antiseptisch wirkenden Gelen zu lindern", schreibt die Gemeinde weiter. 

Würden die Hinweise beachtet sei "ein Abraten vom Baden oder ein Badeverbot nicht notwendig", ist die Gemeinde überzeugt. (pm) 
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