Eine Chance für den Ameisenbläuling

Spezialisierte Schönheit – der Wiesenknopf-Ameisenbläuling mag nicht jede Pflanze

Überleben / Erfolgreicher Natur- und Tierschutz im Biotop Lehmgrube Lützelburg

Lützelburg. „Der Wiesenknopf hat sich regelrecht explosionsartig ausgebreitet!“ berichtet Dr. Albert Eding begeistert. Als Vorstand des Tierschutzvereins freut ihn die Zunahme der seltenen Pflanzen im Biotop Lützelburg besonders. Denn damit ist gewissermaßen die Kinderstube bereitet für den im Bestand höchst gefährdeten Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Der selten gewordene Falter legt seine Eier ausschließlich auf diese Pflanze, nach der er auch benannt wurde. Verschwindet der Wiesenknopf, gibt es auch keine Wiesenknopf-Ameisenbläulinge mehr.

Umso wichtiger sind Projekte wie das Biotop bei Lützelburg mit seinem ausgefeilten Beweidungskonzept. Hier bewahrt in einer ehemaligen Lehmgrube, heute ein rund 6 Hektar umfassendes Flora-Fauna-Habitat, der Tierschutzverein Augsburg wertvollen Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen, die Gelbbauchunke etwa, den Kamm-Molchs oder eben den Große Wiesenknopf und „seinen“ Bläuling. Die aktuelle grün-rote Biotop-Pracht stimmt nicht nur Eding hoffnungsfroh: „Jetzt müssen noch die Falter kommen, dann hat sich jede Mühe gelohnt.“

Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., Tel. 08 21 / 45 52 90-0, info@tierschutz-augsburg.de, www.tierschutz-augsburg.de. Biotop: Ziegeleistraße (100 m unterhalb des Wasserturms), 86456 Lützelburg

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