AfD-Stadtrat Markus Bayerbach zeigt Parteifreund und OB-Kandidat Andreas Jurca an

Der AfD-Landtagsabgeordnete Markus Bayerbach hat seinen ehemaligen persönlichen Referent Andreas Jurca angezeigt. Die Polizei ermittelt wegen möglicher Volksverhetzung. Foto: Archiv

Ärger in der AfD kündigte sich bereits Ende September an, als Landtagsabgeordneter Markus Bayerbach als OB-Kandidat zurücktrat. Seine damalige Entscheidung führte der 56-Jährige auf Differenzen innerhalb der Partei zurück. Es gebe strategische und menschliche Probleme, sagte er. Nun hat er seinen ehemaligen persönlichen Referent im Landtag und OB-Kandidat in Augsburg, Andreas Jurca, angezeigt.

Wie der Münchner Merkur berichtet, soll Jurca Daten von seinem Dienstlaptop gelöscht haben, als er den Bayerischen Landtag verließ. Bayerbach gelang es offenbar, die gelöschten Dateien wiederherzustellen und brachte die Entdeckungen zur Anzeige.
Die Polizei ermittelt nun wegen möglicherweise volksverhetzender Inhalte auf dem Rechner.

Konkret soll es um Bilder gehen, die den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust verharmlosen. „Spätestens jetzt ist eine Grenze überschritten“, sagt Bezirksrat und OB-Kandidat der Linken, Frederik Hintermayr. „Die Verharmlosung der AfD als konservativ oder populistisch muss ein Ende haben. Wir haben es hier mit Rechtsextremen zu tun“, stellt der 26-Jährige klar. Als Bezirksrat sei er bereits mit einem Abgeordneten der AfD konfrontiert, der aufgrund seiner Begeisterung für die Waffen-SS vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Die Vorwürfe gegen Jurca würden laut Hintermayr deutlich machen, dass das kein Einzelfall in dieser Partei ist. „Die AfD ist kein Gesprächspartner über die Zukunft unserer Stadt sondern eine Bedrohung für den städtischen Frieden“, erklärt der 26-Jährige im Hinblick auf die Kommunalwahl in vier Monaten.Der einzig verbliebene Augsburger AfD-Stadtrat Bayerbach steht nicht mehr auf der Wahlliste.
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