Augsburger Bombennacht: Vor 75 Jahren zerstörten Bomben die Innenstadt

Augsburg nach dem Bombenangriff 1944. (Foto: Stadtarchiv)

Im Februar 1944 gehörte der Bombenkrieg längst zum perversen Alltag des Kriegs. Die deutsche Luftwaffe hatte unter anderem London, Belfast, Rotterdam, Warschau und Moskau bombardiert, die Alliierten griffen die deutschen Industriezentren und Großstädte an. Die Alliierten wollten mit der "Großen Woche" im Februar 1944 die Invasion vorbereiten.

Am letzten Tag der Operation "Big Week", dem 25. Februar, flogen die Bomber nach diesem Schema gegen Augsburg. Von 13.43 Uhr bis 14.14 Uhr dauerte der Angriff der US-Flugzeuge auf die Messerschmitt-Werke. Rund 320 Menschen kamen ums Leben.

Um 22.40 Uhr folgte die Bombardierung der Augsburger Altstadt. 290 Flugzeuge warfen etwa 40 Minuten lang Bomben über der Stadt ab. Die nächste Welle kam gegen 1 Uhr nachts am 26. Februar, als weitere 259 Maschinen die Fuggerstadt bombardierten.

250 000 Stabbrandbomben, 45 000 Phosphorkanister, 12 000 Flüssigkeitsbomben und 240 Sprengbomben ließen die Briten auf die Stadt fallen. 730 Menschen starben, 1300 wurden verletzt, 80 000 obdachlos, denn etwa 4400 Wohnhäuser lagen in Schutt und Asche. Die Löscharbeiten waren bei minus 18 Grad erschwert, Teiche und Hydranten waren zugefroren. [
Augsburg wurde insgesamt 19 Mal bombardiert während des Zweiten Weltkriegs. Im April 1942 fielen Bomben auf die MAN. Zwölf Menschen kamen ums Leben. (kd)
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