„Augsburger Land blüht – Insekten willkommen!"

(v.l.n.r.): Wanda Engelschall, Werner Burkhart, Konrad Dobler (alle drei Landschaftspflegeverband), Eva Liebig (Naturpark), Sabine Ferber (untere Naturschutzbehörde), Birgit Wimmer (Imker Kreisverband), Landrat Martin Sailer.
Augsburg: Landratsamt |

Naturschutzallianz stellt sich in Bürgermeisterdienstbesprechung des Landkreises vor

Durch zunehmenden Flächenfraß, naturschädliche Bauweisen, intensive Landwirtschaft und die Anwendung von Pestiziden verändert sich unsere Natur immer mehr in eine negative Richtung. Um das Artensterben einzudämmen und die bedrohte Insektenwelt zu schützen, ist es notwendig geworden, dass sich Behörden und private Vereinigungen zusammentun, um gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten und bereits bestehende Insektenschutzprogramme auf den öffentlichen Bereich auszuweiten.

Deshalb hat sich im Landkreis Augsburg die Allianz „Augsburger Land blüht – Insekten willkommen“ bestehend aus dem Landschaftspflegeverband Landkreis Augsburg e. V., dem Naturpark Augsburg – Westliche Wälder e. V., der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Augsburg, dem Imker-Kreisverband Augsburg Land, der Kreisfachberatung für Gartenbau und dem Kreisverband Augsburg Land für Gartenbau und Landespflege e. V. gebildet. „Wir möchten uns für öffentliche Projekte zugunsten der heimischen Insektenwelt durch Neuanlage von Blühflächen, Förderung von Sonderstrukturen, naturnahe Bearbeitungsweisen und den Verzicht von Pestiziden einsetzen“, erläuterte Birgit Wimmer vom Imker Kreisverband Augsburg Land die Charta der Allianz bei der Bürgermeisterdienstbesprechung im Landratsamt Augsburg. „Durch unsere Kooperation können wir das Fachwissen und die Netzwerke aller Beteiligten bündeln, um so gemeinsam den Natur- und besonders den Insektenschutz im Landkreis Augsburg zielgerichtet voranzutreiben“, erklärt Landrat Martin Sailer die Beteiligung der Kreisbehörde.

Die kommenden Monate sollen nun dafür genutzt werden, in den Landkreiskommunen für geeignete Projekte zu werben und die Gemeinden dann bei der Umsetzung, sowohl durch fachliche Beratung als auch durch Öffentlichkeitsarbeit, zu unterstützen. Projekte, die zur Verbesserung des öffentlichen Grüns beitragen, sollen außerdem eine besondere Plakette erhalten. Die Allianz und der Landkreis planen, die Projekte aller beteiligten Kommunen in ein bis zwei Jahren der Öffentlichkeit vorzustellen. 
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