Bahnstreik in Augsburg: Züge fahren wieder plangemäß

"Bitte rechnen Sie heute mit Einschränkungen" : Auch nach neun Uhr kam es bei Zügen weiterhin zu Verspätungen. Chaos auf den Straßen der Region blieb dennoch weitgehend aus. Foto: Alisha Braun

In der Region Augsburg mussten Pendler, die mit der Bahn zur Arbeit fahren, am Montag vor 9 Uhr auf alternative Verkehrsmittel ausweichen. Denn aufgrund des Streiks der Bahnmitarbeiter fuhren, bis auf wenige Ausnahmen im Münchner S-Bahn-Netz, keine Züge. Um 15.45 Uhr meldete die Bahn, dass die Verbindungen in der Region wieder planmäßig fahren sollten.

Pünktlich um 9 Uhr seien die Züge in Bayern wieder angefahren, so ein Sprecher der Deutschen Bahn am Vormittag, doch mit einem planmäßigen Ablauf sei erst im Laufe des Nachmittags zu rechnen. Denn viele der ausgefallenen Züge befanden sich nach Betriebsaufnahme nicht an den benötigten Einsatzorten. Gegen 15.45 vermeldete die Bahn das Ende der meisten Verspätungen und Ausfälle. In der Region Augsburg normalisierte sich der Nahverkehr nach dem Streikende verhältnismäßig schnell.

Für leichten Unmut an den Bahngleisen sorgten vor allem Fehlinformationen: Eine Verbindung, die nach neun Uhr hätte planmäßig ankommen sollen, sei erst kurz vor der Abfahrt doch abgesagt worden, berichtete etwa ein Fahrgast, der aus Dinkelscherben zum Augsburger Hauptbahnhof gefahren war.

Zum Glück sei aber auf einem anderen Gleis ein Zug in dieselbe Richtung gefahren. "Also allgemein sind wir doch recht glimpflich davongekommen", meinte der Berufspendler. "Blöd ist das trotzdem", so eine weitere Pendlerin. "Man konnte sich zwar darauf einstellen, aber ich komme jetzt halt zu spät zur Arbeit."

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatte zu Streiks aufgerufen. Die Gewerkschaft forderte eine Lohnerhöhung um 7,5 Prozent für die Beschäftigten. Die Bahn bot eine Erhöhung um 5,1 Prozent in zwei Stufen und eine Einmalzahlung von 500 Euro an. Der Gewerkschaft war das nicht genug.

Zwar streikten nur Angestellte der Deutschen Bahn, doch auch die Züge der privaten Bayerischen Regiobahn, die beispielsweise zwischen Augsburg und Ingolstadt (Aichach) verkehren, waren von den Streiks betroffen. Seit Sonntag fahren die Züge der Regiobahn eigentlich auch die Strecken Augsburg - Füssen und Augsburg - Landsberg (Lech). Da die DB Netz AG, die für die Bahninfrastruktur verantwortlich ist, ebenfalls bestreikt wurde, konnten auch deren Züge nicht wie gewohnt fahren. (lat)
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