Betrugsschaden bei Caritas-Tochter wird durch Täter voll ausgeglichen

Diözesan-Caritasdirektor Dr. Magg nimmt Stellung zu Vorgängen in den Aichacher Ulrichswerkstätten

Augsburg, 20.02.2017 (pca). Ein Skandal bei der „Augsburger Caritas“ wie im Bistum Eichstätt? So werden nicht wenige gedacht haben, als sie heute in der „Augsburger Allgemeinen“ den Bericht über ein Gerichtsverfahren gelesen haben. Darin wird berichtet, wie ein Mitarbeiter in der Buchhaltung gezielt „Zahlungsanweisungen für gelieferte Waren oder auszuzahlende Fördergelder doppelt durch die Buchhaltung hat durchlaufen lassen“ und sich somit um gut 800.000 Euro selbst bereichert hat. Augsburgs Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Dr. Andreas Magg nimmt nun dazu Stellung: „Wir bedauern diesen Betrug in den Ulrichswerkstätten Aichach, die zu unserer Tochter, der CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH gehören. Ich bin verärgert, dass jemand so etwas macht. Vertrauen wurde missbraucht, Kontrolle hintergangen. Ich bin froh, dass der Fall schließlich aufgedeckt worden war, der Täter sich reuig zeigt und den Schaden voll umfänglich ausgleichen möchte.“

Der Betrugsfall war im vergangenen Jahr aufgedeckt worden. Der Täter hat sich dann selbst bei der Polizei angezeigt. Im ganzen Verfahren zeigte er sich geständig und erläuterte auch, wie es ihm gelingen konnte, die Kontrolle auszutricksen. Die CAB Caritas Augsburg Betriebsträger gGmbH hat mit der Staatsanwaltschaft zusammengearbeitet. Auch der Bezirk Schwaben war ab dem Zeitpunkt, als das Vergehen aufgedeckt worden war, darüber informiert. Die CAB hat ihrerseits die Tricksereien für sich geprüft und an den entsprechenden Stellen nachjustiert, dass nach menschlichem Ermessen ein Betrugsfall dieser Art künftig nicht mehr wird vorkommen können.

Der Täter, der sich auch im Gerichtsverfahren geständig zeigte, hat im Laufe des Verfahrens 590.000 Euro angesammelt. Auch erklärte er sich bereit, sein Haus zu verkaufen, um auch die Restschuld umgehend begleichen zu können. „Wir sind traurig, dass ein Mitarbeiter so etwas macht, traurig, weil er eine Vertrauensstellung so gezielt missbraucht hat“, sagt Diözesan-Caritasdirektor Dr. Magg. Er hat sich inzwischen von den verantwortlichen Stellen zeigen lassen, welche Maßnahmen die CAB getroffen hat, dass so etwas nicht mehr passieren kann.
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