BKH und Universität unterschreiben Kooperationsvertrag

Bei der Vertragsunterzeichnung im Senatssaal der Uni: Gründungsdekanin Martina Kadmon, der Vizevorsitzende der Bezirkskliniken, Winfried Eberhardinger, Unipräsidentin Sabine Doering-Manteuffel, der Ärztliche Direktor des BKH, Professor Max Schmauß, und der Vorstandschef der Bezirkskliniken, Thomas Düll (von links). Foto: Schalk

Die Universität Augsburg und die Bezirkskliniken Schwaben werden eng zusammenarbeiten. Ein am Mittwoch unterzeichneter Kooperationsvertrag schreibt fest, dass die Uni an ihrer Medizinischen Fakultät einen Lehrstuhl für Psychiatrie und Psychotherapie einrichtet, dessen Inhaber in Personalunion Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Augsburg sein wird.

Mit den Bezirkskliniken Schwaben, den Betreibern des BKH, hat die Universität damit neben dem Klinikum einen weiteren wichtigen Partner. Der vom Vorstandsvorsitzenden der Bezirkskliniken Schwaben, Thomas Düll, der Präsidentin der Universität Augsburg, Professorin Sabine Doering-Manteuffel, und der Gründungsdekanin der Medizinischen Fakultät, Professorin Martina Kadmon, unterzeichnete Vertrag regelt die künftige Zusammenarbeit zwischen der Universität und ihrer Medizinischen Fakultät einerseits und dem Kommunalunternehmen Bezirkskliniken Schwaben andererseits.

Forschung und Lehre am neuen Lehrstuhl haben ihren Schwerpunkt in den Fächern Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.

Die Kooperation mit den Bezirkskliniken erlaubt es dem künftigen Lehrstuhlinhaber, als Ärztlicher Direktor des BKH Augsburg dort die Krankenversorgung zu verantworten. Über die Besetzung dieses Lehrstuhls entscheiden Uni und Bezirkskliniken gemeinsam. Martina Kadmon betonte, auch die psychiatrische Versorgung in der Region werde profitieren. Das BKH versorgt mit 326 vollstationären und 32 tagesklinischen Behandlungsplätzen sowie einer allgemeinpsychiatrischen und einer gerontopsychiatrischen Institutsambulanz, einer Institutsambulanz für alkohol- und medikamentenabhängige Patienten und mit zwei Drogenambulanzen ein Einzugsgebiet von 450 000 bis 500 000 Einwohnern im Großraum Augsburg. Die vollstationären Behandlungsplätze ermöglichen auf 16 Stationen eine differenzierte klinische Psychiatrie und Psychotherapie.

Die Forschungsschwerpunkte der Fakultät an der Uni liegen in den Bereichen Medizininformatik sowie Umwelt und Gesundheit. Rund 100 Professoren werden im Endausbau in der bio- und humanmedizinischen Forschung und Lehre tätig sein. Im Wintersemester 2019/20 startet der humanmedizinische Modellstudiengang, der vorklinische und klinische Inhalte integriert und besonderen Wert auf eine wissenschaftliche Ausbildung der Studierenden legt. Bereits zum Wintersemester 2018/19 ist der neue Bachelor-Studiengang Medizinische Informatik als Kooperationsprojekt der Medizinischen Fakultät und der Fakultät für Angewandte Informatik der Universität Augsburg angelaufen. (pm)
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