Der Generalkonsul in München Andrej Kulazhanka im Gespräch mit geladenen Gästen des Vereins Augsburg International e.V.

Der Generalkonsul in München Andrej Kulazhanka im Gespräch mit geladenen Gästen von Augsburg International.
 
Der Generalkonsul in München Andrej Kulazhanka mit Matthias Fink
Augsburg: Pauli kocht | Der Generalkonsul in München Andrej Kulazhanka im Gespräch mit geladenen Gästen des Vereins Augsburg International e.V.

Der Verein „Augsburg International e.V.“ setzt seine „Salongespräche“ fort mit Belarus – Weissrussland, so stand es beim Salongespräch am 15.10.2019 auf der Agenda. Aus dem Generalkonsulat in München reiste Andrej Kulazhanka mit dem deutschen Unternehmer Markus Burtscher an und berichtete ausführlich von seinem Land, dem größten Binnenstaat, welcher vollständig in Europa liegt: Mit den Nachbarn Polen, Ukraine, Russland, Lettland und Litauen liegt Belarus unmittelbar an der Ostgrenze der Europäischen Union. Im Zweiten Weltkrieg fanden auf dem Gebiet von Belarus schwere Kämpfe statt, die zu einer weitgehenden Zerstörung des Landes führten. Die große jüdische Bevölkerung fiel fast vollständig dem Holocaust zum Opfer. Von der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wurden der Süden und Osten des Landes stark betroffen. Die Situation der Pressefreiheit im Land wird von „Reporter ohne Grenzen“ als „schwierig“ eingestuft, im Index für wirtschaftliche Freiheit des „Wall Street Journal“ belegte das Land 2017 Platz 104 von 180 Ländern. Als einziger europäischer Staat ist Weißrussland kein Mitglied des Europarates.

Andrej Kulazhanka ging auf die Historie ein, genauso wie auch der Textil - Unternehmer Markus Burtscher mit langjährigen Beziehungen zu Belarus in der Strumpffabrikation über die wirtschaftlichen Tätigkeiten in Belarus berichten konnte. Besonders auffällig ist aber auch die rasante Entwicklung des Marktes der Kommunikation, sie bestimmte die Entwicklung des Landes. Fast jeder Bürger in der entlegensten Ecke hat mittlerweile Zugang zu Internet und Mobilfunk. Das Web wird nicht für die Arbeit und Unterhaltung, sondern auch für verschiedene Zahlungen, Online Bescheinigungen usw. genutzt. Einen großen Raum nahm der Bericht über diesen IT Part ein.

Weitere Informationen erfolgten über die Energieversorgung (größtes Investitionsprojekt ist der Bau des ersten belarussischen Atomkraftwerks in Ostrowez, die beiden 1.200 Megawatt-Blöcke sollen in 2020 in Betrieb gehen), Sprachen, Rechtssituation usw. ein. Der belarussische Rubel ist die offizielle Geldeinheit, staatliche Sprachen sind Belarussisch und Russisch. Zwei Stunden fliegt man direkt von München nach Minsk.

43% der Fläche von Belarus sind landwirtschaftliche Nutzflächen, 39% sind Wälder, 2% sind Seen und Flüsse, 16% anderes.
Die Gesamtlänge von 20,8 Tausend Flüssen von Belarus beträgt 90,6 Tsd. km. Es gibt dort über 10.000 Seen.

Die Industrieproduktion: 
Die lokalen Hersteller profitieren von der besseren Wirtschaftslage in Russland und der höheren Binnennachfrage. Die VR China sieht Belarus als wichtiges Glied der neuen Seidenstraße und baut ihr Engagement aus.
Zentren für die Ansiedlung ausländischer Firmen sind der Industriepark Great Stone und der Hightech Park in Minsk. Belarus zählt zu den fünft größten Leinenproduzenten.

Alles Wichtige an Informationen konnten die Gäste erfahren, auch ein belarussisches Buffet zum Kosten mit Leckereien aus Belarus machten Lust auf „mehr“. Ein interessanter Abend, dafür hat sich der Präsident von Augsburg International Matthias Fink mit einem AI Buch beim Generalkonsul Andrej Kulazhanka sowie Markus Burtscher recht herzlich bedankt. Für seine Einladung erhielt Matthias Fink ein Buch über Belarus, darin zu Stöbern macht sicherlich weitere Lust auf Belarus!

Solch interessanten Gesprächspartner nach Augsburg zu holen machte erneut Augsburg International e.V. .möglich - Beziehungen zwischen Augsburg und der Welt“. www.augsburg-international.de
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