"Die NSU-Monologe": Dokumentarisches Theater und Podiumsdiskussion

Wann? 20.04.2018 19:30 Uhr

Wo? Mephisto, Karolinenstraße 21, 86150 Augsburg DEauf Karte anzeigen
Augsburg: Mephisto |

Die NSU-Monologe:
Eine Geschichte des Kampfes um Wahrheit und Gerechtigkeit

Am 20. April 2018 präsentiert der AStA der Universität Augsburg das Dokumentarische Theater "Die NSU-Monologe" mit anschließender Podiumsdiskussion zur Frage nach institutionellem Rassismus in Deutschland.

Einlass ab 19:00 Uhr
Reservierung unter: http://lechflimmern.de/prg/mephisto/
Der Eintritt ist frei.
Mit türkischen und englischen Untertiteln.

Die „NSU-Monologe“ erzählen eine Geschichte des Kampfes um Wahrheit und Gerechtigkeit: Über sechs Jahre nach Bekanntwerden des “Nationalsozialistischen Untergrunds“ und nach fünf Jahren "NSU"-Prozess erzählt dieses dokumentarische Theaterstück von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des „NSU“. Dabei bleiben die Opfer nicht namenlos, denn es geht um die Mitteilung der Erfahrungen von Elif Kubaşık und Adile Şimşek in dem gewaltvollen Verlust ihrer Ehemänner sowie von İsmail Yozgat in der Trauer um seinen Sohn. Das Stück erzählt von ihrem Mut, in der ersten Reihe eines Trauermarsches zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und von dem Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen.

Im zweiten Teil des Abends wird der "NSU" und der Umgang der Behörden mit den Angehörigen der Opfer im Kontext der Frage nach institutionellem Rassismus in Deutschland diskutiert.
Der „NSU“-Komplex steht für einen rechtsstaatlichen Skandal, in dem Behörden jahrelang in die falsche Richtung ermittelten, Akten verschwinden ließen und Verstrickungen des Verfassungsschutzes vertuschten.
Aus Sicht der Betroffenen und diverser zivilgesellschaftlicher Organisationen gibt es deutliche Anzeichen von institutionellem Rassismus, doch das Thema wird in Deutschland nach wie vor gemieden und nicht als gesamtgesellschaftliches Problem gesehen.

Zur Diskussion sind Tahir Della („Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“), Nadine Saeed ("Initiative in Gedenken an Oury Jalloh") und Daniel Schmidt („NSU-Komplex auflösen“, „Das Schweigen durchbrechen“ und „Kein Schlussstrich“) eingeladen.

Weiter Informationen:
http://www.asta.uni-augsburg.de/aktuelles/18-04-09...


Eine Veranstaltung des AStA Augsburg in Zusammenarbeit mit dem Kinodreieck Augsburg und der Bühne für Menschenrechte.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.
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