Durchfall bei Hunden

Durchfall schlaucht jeden Hund, ist aber als alleiniges Symptom meist nicht bedrohlich (Foto: TierSV / Nikolas Hagele)
Die Tierärztin rät*

Durchfall kommt bei Hunden sehr häufig vor. Teilweise, aber nicht immer leiden die Tiere dann auch an Bauchschmerzen, fressen weniger als normal, sind matt und haben Fieber.

Die Ursachen können vielfältig sein. Vielleicht hat der Hund etwas Unverträgliches aufgenommen (zum Beispiel für Hunde ungeeignete Lebensmittel, Fremdkörper oder Gifte) oder er reagiert allergisch auf eine Futterkomponente. Es könnte auch eine Magen-Darm-Erkrankung vorliegen (u. a. hervorgerufen durch Viren, Bakterien, Würmer oder Einzeller wie Giardien). Auch Stress, Aufregung, Schmerzen oder andere Erkrankungen (etwa der Bauchspeicheldrüse oder der Nieren) können zu Durchfall führen.

In den meisten Fällen – vor allem wenn der Hund ansonsten fit ist – wird sich das Problem innerhalb weniger Tage von selbst erledigen. Sie können den Magen-Darm-Trakt Ihres Hundes unterstützen, indem Sie ihn für 12 bis 48 Stunden fasten lassen und anschließend für einige Tage ausschließlich Schonkost füttern. Diese können Sie entweder beim Tierarzt kaufen oder Sie mischen selbst eine Diät aus gekochtem Hühnerfleisch, Reis und Hüttenkäse.

Vorsicht ist geboten, wenn es sich um einen Welpen handelt oder wenn der Hund mehrere Tage Durchfall hat, Blut im Kot zu finden ist, der Hund sehr viel Flüssigkeit verliert und wenn er weitere Symptome wie Schwäche, Erbrechen oder Fieber zeigt. Dann sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen und am besten zur Untersuchung eine Kotprobe mitbringen.

* Tonia Olson ist Ihre Tierärztin im Tierheim Augsburg


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