Formen FMG

Sehr oft werden Mädchen während der Sommerferien in ihre Heimat geschickt und gezwungen, sich einer Genitalverstümmelung zu unterziehen, um u.a. ihre Heiratsfähigkeit und ihren sozialen Status zu sichern. Dabei sind es oft andere Frauen, so genannte Beschneiderinnen, die diese Eingriffe vornehmen und hierfür häufig hohes gesellschaftliches Ansehen genießen. Welche Formen gibt es?

Bildung statt Beschneidung!
26.10.2018, 19.00 Uhr, Hörsaal II Universität Augsburg
https://www.facebook.com/events/257734781543931/

Dabei unterscheiden internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder UNICEF vier Kategorien weiblicher Genitalverstümmelung:
• Entfernung der Klitoris-Vorhaut, mit partieller bzw. auch vollständiger Entfernung der Klitoris (Klitoridektomie)
• Entfernung der Klitoris bei gleichzeitiger partieller bzw. auch vollständiger Entfernung der kleinen Schamlippen (Exzision)
• Bei der Infibulation erfolgt im Anschluss an eine der vorangehenden Praktiken zusätzlich eine Verengung oder sogar Verschließung der vaginalen Öffnung
• Piercing, Dehnung oder alle anderen Formen der Verletzung der äußeren und/oder inneren weiblichen Geschlechtsorgane.
Dabei kommen oftmals nicht desinfizierte Schnittgeräte (so auch stumpfe Messer, Rasierklingen, Scheren oder auch Glasscherben) zum Einsatz. Vielfach erhalten die Frauen bzw. Mädchen keine Narkose während des Eingriffs. Neben den physischen Gefahren durch unmittelbare Infektionen (inklusive HIV) und Blutungen nach der Verstümmelung oder später bei der Geburt von Kindern, führen diese Praktiken auch zu schwerwiegenden psychischen Langzeitfolgen bei den Opfern.
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