Fuggerei erhöht Preise: Eintrittsgelder sollen Erhalt der Sozialsiedlung sichern

Der Eintritt zur Fuggerei ist für Besucher nun teurer. 6,50 statt 4 Euro kostet nun eine Eintrittskarte. (Foto: Eckhart Matthäus)

Die Fuggerei ist ein beliebtes Ziel für Touristen in Augsburg. Rund 200.000 Besucher pro Jahr waren es zuletzt. Nun hat die Stiftungsadministration die Eintrittspreise erhöht.

6,50 statt 4 Euro kostet es nun, die älteste Sozialsiedlung der Welt zu besichtigen. Der Preis für das Jahresticket wurde von 5 auf 10 Euro und damit um 100 Prozent erhöht. Es sei nach zehn Jahren an der Zeit gewesen, die Preise anzupassen, begründet Astrid Gabler, Sprecherin der Fugger’schen Stiftung diesen Schritt. Die Besucher sollen aber nicht nur mehr bezahlen, sondern künftig auch mehr zu sehen bekommen. Der kleine Laden wird zu einem Museum umgebaut, daneben soll eine neue Schauwohnung zeigen, wie die Bewohner der Fuggerei leben.
Die Eintrittsgelder fließen in den Erhalt der Sozialsiedlung. Mit ihnen werden 20 bis 25 Prozent der Kosten gedeckt. 500.000 bis 800.000 Euro werden jährlich gebraucht, damit die Siedlung bestehen bleiben und die Bewohner für 88 Cent Kaltmiete jährlich weiterhin in der Fuggerei leben können. (kd)
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