Großer Andrang im Vincentinum – die neue Station kommt gut an

Die Klinik Vincentinum und das angrenzende Gesundheitszentrum besichten über 10.000 Besucher am Tag der offenen Tür.
 
Die Besucher interessierten sich insbesondere für die neue Walleistungsstation.

Neue Krankenstation, begehbares Darmmodell, dazu viele medizinische Fachvorträge und Vorführungen: Es gab eine Menge zu sehen beim Tag der offenen Tür im Gesundheitspark Vincentinum in der Jakobervorstadt. Über 10.000 Besucher nutzten die Gelegenheit. 

Große moderne Zimmer, Dachterrasse, ein imposanter Blick auf Augsburg und ein toller Service. „Das ist ja fast wie in einem Hotel und dazu noch mit 24-Stunden-Service“, staunte Bernhard Gerstmayr aus Augsburg über die neu eröffnete Wahlleistungsstation im 3. Stock der Klinik Vincentinum. „Eine sehr schöne Atmosphäre, richtig zum Wohlfühlen“, meinten Christine Schober aus Friedberg und Gabi Isinger aus Augsburg, die gemeinsam durch die Station schlenderten.

Ein besonderer Blickfang dabei: die großflächigen Augsburgansichten des verstorbenen Fotografen Walter Käsmair. „Dank der Bilder sollen sich die Patienten heimisch fühlen, ihnen Geborgenheit und Lebenskraft vermitteln“, wünscht Geschäftsführer Robert Wieland. Für den Buchhändler Kurt Idrizovic ist die Dauerausstellung der Fotografien seines verstorbenen Freundes eine besondere Freude: „Ich bin begeistert, dass das Werk dieses Augsburger Künstlers so grandios umgesetzt wurde.“

Dr. Clemens Guth, Geschäftsführer der Klinik Vincentinum und Geschäftsführender Direktor der Artemed Gruppe, die das Belegarztkrankenhaus vor einem Jahr übernommen hat, betonte die Bedeutung der neuen Wahlleistungsstation: „Die Investitionen in die Wahlleistungsstation sind ein gutes Beispiel, wie wir das Vincentinum als eine der führenden Belegarztkliniken in Deutschland weiter ausbauen und den steigenden Ansprüchen der Patienten Rechnung tragen.“ Er zog eine positive Bilanz des Tags der offenen Tür: „Das Interesse war enorm, das Feedback ausnahmslos positiv. Unser Konzept kommt an.“

Zahlreiche Besucher schlängelten sich durch das rund 20 Meter lange Darmmodell und verfolgten die Fachvorträge der Belegärzte – von der komplexen Schulterchirurgie bis zum Wertewandel in der Medizin. Und sie suchten das Gespräch mit den Fachärzten. Beispielsweise mit dem leitenden Belegarzt Dr. Chaled El Masry, Spezialist für Knie- und Hüft-Operationen, der größten Wert darauf legt, dass „alle Patienten im Vincentinum durch ihren Belegarzt eine chefärztliche Behandlung erhalten, die höchsten Qualitätsanforderungen entspricht.“

Im angrenzenden Gesundheitszentrum zog der OP-Saal die Besucher an. „Der Andrang war riesig“, sagte der Hals-Nasen-Ohrenarzt Dr. Frank Zamani, der dort zusammen mit seiner Frau Dr. Halka Zamani mit einem Stand vertreten war. Der Tag der offenen Tür erwies sich als umfassende Leistungsschau.

Die Kinder sammelten derweil fleißig Stempel an den Stationen der Kinder-Uni, um mit der Ehrendoktor-Urkunde nach Hause gehen zu können. Im Untergeschoss, zum Speisesaal umgebaut, servierte die hauseigene Küche fortlaufend Kässpatzen und Sauerbraten mit Knödel und Blaukraut.

Im Klinikgarten eröffnete Sr. M. Reinholda Rast, die Generaloberin der Barmherzigen Schwestern, den neuen Vinzenzpfad, der allen Patienten und Besuchern offen steht. Auch nach dem Rückzug der Kongregation als Träger sind weiterhin drei Ordensschwestern in der Klinik tätig. „Wir fühlen uns nach wie vor sehr tief mit der Klinik, allen Mitarbeitern und Patienten verbunden“, sagte Sr. M. Reinholda. Sie freue sich, dass die vinzentinische Tradition gewahrt werde und gleichzeitig die Klinik weiterentwickelt werde.


Klinik Vincentinum

In der Klinik Vincentinum werden pro Jahr rund 11.000 Patienten stationär und 10.000 ambulant behandelt. 470 Mitarbeiter und 80 hochqualifizierte Fachärzte kümmern sich um sie. Das Spektrum umfasst die Fachbereiche Augenheilkunde, Chirurgie, HNO, Innere Medizin, Orthopädie und Anästhesiologie. Die Fachärzte, die eigene Praxen unterhalten, sind für ihre Patienten auch bei einem stationären Aufenthalt der zentrale Ansprechpartner, Behandler und ggf. Operateur. So sieht es das Belegarztmodell vor.

Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul betrieb das Krankenhaus von 1904 bis 2017, ehe sie sich altersbedingt aus der Trägerschaft zurückzog. Zur Artemed Gruppe aus Tutzing (Oberbayern) gehören 13 Krankenhäuser in ganz Deutschland. Weiter betreibt sie fünf Pflegezentren und unterstützt mit einer eigenen Stiftung medizinische Projekte weltweit.
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