JUBILEO! - Deutsches Mozartfest Augsburg beginnt am 11. Mai

(c) Fabian Schreyer / Mozartstadt
 
Sarah Christian und Maximilian Hornung Photo: Marco Borggreve
Augsburg: Innenstadt |

Leopold Mozart war „ein Mann von vielen Witz und Klugheit“ - 

Die Deutsche Mozartstadt stellt sich der Herausforderung, in seinem 300. Geburtsjahr seine faszinierende Persönlichkeit zu präsentieren. Das vom Künstlerischen Leiter Simon Pickel zusammengestellte Programm des Deutschen Mozartfests (11. – 26. Mai) würdigt das Universalgenie in sechs auf den Jubilar zugeschnittenen Konzerten. Unter den Gratulanten sind Isabelle Faust, Christina Landshamer, Il Giardino Armonico, die Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Alexander Melnikov und die Bayerische Kammerphilharmonie.

Leopold Mozarts Vater- und Lehrerrolle steht im Eröffnungskonzert am 11. Mai im Mittelpunkt, wenn die Akademie für Alte Musik Berlin und Christina Landshamer Meisterwerke von Vater und Sohn Mozart musizieren. Denn nur durch die umfassende Ausbildung auf den vielen Reisen konnte Wolfgang zum universellen Komponisten werden, der alle europäischen Geschmäcker vereint.

Das zweite Konzert verbindet Joseph Haydn als zweite Vaterfigur und kompositorisches Vorbild Wolfgang Mozarts sowie die gemeinsame aufklärerische Haltung: Haydns Schöpfung, ein kultureller Meilenstein für die Aufklärungsbewegung, wird am 13. Mai von Il Giardino Armonico und dem Chor des Bayerischen Rundfunks aufgeführt.

Besser ein teures, aber gutes Buch, als ein teurer, aber schlechter Lehrer. So könnte man Leopold Mozarts Anspruch an seine epochemachende Violinschule umschreiben, die auch heute noch zum vollendeten Violinspiel führt. Johann Sebastian Bachs Solowerke für Violine werden als Inbegriff dieser Kunst am 16. Mai mit Isabelle Faust zu erleben sein.

Leopold Mozarts Kirchenmusik beweist, dass er ein zeitgemäßer und fortschrittlicher Komponist war. Die Bayerische Kammerphilharmonie und Alessandro De Marchi lassen seine prachtvolle Musik am 19. Mai in Leopolds Taufkirche erklingen.

Freistil Konzerte am 20. und 26. Mai mit Maximilian Hornung, Sarah Christian und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

Die Kammermusik findet am 20. Mai mit Sarah Christian und Maximilian Hornung den Weg von Leopolds Divertimenti zur autarken Kunstform bei Franz Schubert.

Am 26. Mai steht schließlich Leopold als genialer Netzwerker, Manager und Vordenker im Fokus: Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen präsentiert mit Beethoven und Tschaikowsky zwei Komponisten, die mit ihrem Erfolg als freie Künstler für die Fortführung von Leopolds Anstrengungen stehen. Er tat alles dafür, seinem Sohn den Weg zum selbstbewussten und unabhängigen Musiker und Komponisten zu bereiten. „Dass ich mein Leben der Musik geweiht habe, verdanke ich Mozart“ sagte Tschaikowsky und bedankte sich so indirekt auch bei Leopold, dessen hochgesteckte Ziele für seinen Sohn sich zwar spät, aber mit nachhaltigem Erfolg verwirklicht haben.

Direkt im Anschluss an das Mozartfest findet Kling Klang Gloria statt, das in Deutschland einzigartige Mozartfest für Kinder, und parallel dazu der 10. Internationale Violinwettbewerb Leopold Mozart.

Infos und Tickets unter www.mozartstadt.de
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