Jugendcamp in Oyibi bei - Leaving no one behind, keiner darf zurück gelassen werden

Wir sind die Zukunft, so wurde es immer wieder auf der jährlichen Jugendkonferenz von AI Ghana betont. Besonders in Ghana besteht ein großer Teil der Bevölkerung aus jungen Menschen. Als solches glaubt Amnesty Ghana, dass besonders diese eine entscheidende Rolle beim Voranbringen von Menschenrechtsarbeit spielen. Dieses Engagement bekommen auch wir auf der zweieinhalbtägigen Jugendkonferenz in Oyibi bei Accra zu spüren. Neben Vertretern von Amnesty-Jungendgruppen aus ganz Ghana, die teilweise sehr lange Busreisen auf sich nahmen, kamen auch Gäste aus Norwegen, Deutschland sowie Nigeria und Mali an der Konferenz teil. In Ghana gibt es das Konzept der Human Rights Friendly Schools. Schulen, die sich dazu verpflichten die Menschenrechtsbildung zu fördern. Viele der jungen Mitglieder fanden im Rahmen einer solchen Schule zu Amnesty. Vor allem für uns junge Mitglieder der deutschen Delegation ergab sich so die Möglichkeit, persönliche Kontakte mit unseren ghanaischen Twinningpartnern zu schließen. Das Twinningsystem, erwachsen aus der Partnerschaft der beiden Gruppen, bringt jeweils eine ghanaische und eine deutsche Gruppe zusammen, sodass sie gemeinsam an derselben Aktion arbeiten können. Unter dem Motto “Advancing Human Rights and SDGs- The role of the youth” begann die Eröffnungszeremonie mit traditioneller Musik und Tänzen. Doch was sind Sustainable Development Goals (SDGs)? Es ist die Zielsetzung der Vereinten Nationen (VN) für eine weltweite nachhaltige Entwicklung, die u.a. Armut und alle Phänomene, die Armut mit sich bringt beinhalten, verschiedene Formen der Ungleichheit aufgreift, Umweltschutz beinhaltet, aber auch wirtschaftliche Themen aufgreift. Die 17 Ziele entstanden durch Umfragen in der Bevölkerung. Das Thema wurde in sehr eindrücklicher Weise von Christine Ivans-Clock, VN-Koordinatorin, eingeführt. In ihrer Rede stand die Entwicklung Ghanas im Vordergrund. Am Ende appellierte sie an die jungen Teilnehmer, dass sie die erste Generation seien, die die Armut beenden könne, aber die letzte, die die Umwelt retten kann.
In der Diskussionsrunden am zweiten Tag fand eine Diskussionsrunde zum Thema der Konferenz statt, bei der neben einer Vertretung aus der Sektion Ghana und zwei geladenen Gästen auch Katja aus der deutschen Delegation und Mitglieder der Jugendvertretung unserer Sektion teilnahm. Schwerpunkt der Diskussion war, wie die Ziele der SDGs erreicht werden können. Besonders wurde die Selbstbestimmung der Frau und Bildung als Lösung für kleinere Familien diskutiert. Andere wichtige Themen der SDGs kamen so leider wenig oder gar nicht zur Sprache. Bei dem abschließenden Ball wurden uns mit wunderschönen Kleidern Zertifikate und Adressen überreicht. Viele der Teilnehmer werden auf unseren weiteren Reisen durch das Land zu guten Freunden werden.

Voranbringen von Menschenrechtsarbeit und die Rolle der Jugend in Ghana

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