Jugendhilfeausschuss legt Grundstein für umfangreiche Neuerungen im Bereich Jugendbeteiligung

Augsburg: Landratsamt |

Basis einer eigenständigen kommunalen Jugendpolitik

In seiner jüngsten Sitzung hat der Jugendhilfeausschuss einstimmig einem neuen Teilplan für die intensivere Beteiligung von Kindern und jungen Erwachsenen zugestimmt. Dessen Fortschreibung sieht im Wesentlichen vor, die Jugendbeteiligung in den kreiseigenen Städten und Gemeinden als selbstverständlichen Baustein der sozialen Infrastruktur zu etablieren. Jugendbeteiligung ist Bürgerbeteiligung – diesem Grundsatz folgend sollen Methoden erarbeitet werden, die Jugendbeteiligung in den Kommunen des Kreises aufzubauen beziehungsweise zu erweitern. Denn die umfassende Einbindung junger Menschen in die Kommunalpolitik birgt viele Chancen. Neben dem Austausch zwischen den Generationen lässt sich dadurch eine für den jeweiligen Zweck passgenaue politische Planung erreichen. Gleichzeitig schafft das Konzept die Möglichkeit, Kindern und Jugendlichen die Grundlagen des demokratischen Miteinanders zu vermitteln. Landrat Martin Sailer begrüßte die Entscheidung des Ausschusses: „In unserer Kinder- und Jugendsprechstunde kommen junge Menschen aus unserem Landkreis regelmäßig mit allerlei sozialpolitischen Anliegen auf mich zu und zeigen große Bereitschaft, sich aktiv für ihre Heimat zu engagieren“, sagte der Landrat. „Ich möchte die Jugend unseres Landkreises nicht nur als Impulsgeber für frische neue Ideen betrachten, sondern sie aktiv in die Umsetzung und Gestaltung einbinden.“

Ende November werden die Jugendgremien neu gewählt

Neben der Kinder- und Jugendsprechstunde gibt es im Landkreis noch weitere Beteiligungsformen – beispielsweise die Jugendräte. In insgesamt 12 Landkreiskommunen gibt es bereits eines dieser Gremien, die sich aus engagierten Jugendlichen unterschiedlichen Alters zusammensetzen. Aus praktischen Gründen wird versucht, die Wahlen der Jugendräte terminlich zu synchronisieren – die nächsten Wahlen finden vom 18. bis 30. November statt. Wahlberechtigt sind alle Kinder und Jugendlichen der jeweiligen Kommunen. „Die Jugendräte dienen längst nicht nur der politischen Grundlagenvermittlung für unsere jungen Bürgerinnen und Bürger“, sagte Landrat Martin Sailer. „In unserem Landkreis gibt es zahlreiche Beispiele für spannende Impulse und Neuerungen, die ihren Ursprung in einem unserer Jugendgremien hatten.“ So ging der im Juni dieses Jahres in Gersthofen eröffnete neue Skatepark maßgeblich auf das Engagement des dortigen Jugendbeirats der Stadt zurück. In Schwabmünchen beteiligt sich der örtliche Jugendrat rege an der Organisation des jährlichen Singoldsand Festivals, in Welden setzten sich Jugendliche erfolgreich für den ersten Parkour-Park in Südbayern ein.

Interessierte Jugendliche, die nach Möglichkeiten der politischen Beteiligung in ihren Heimatkommunen suchen, können bereits jetzt die Initiative ergreifen. Bei Fragen rund um das Thema Jugendbeteiligung steht Monika Seiler-Deffner vom Fachbereich Jugend und Bildung im Landratsamt Augsburg unter der Durchwahl (0821) 3102-2679 beratend zur Verfügung. Das Beratungsangebot gilt auch für Kommunalverwaltungen, die den Ausbau der Jugendbeteiligung vor Ort gestalten möchten. Nach den Wahlen im November ist ein Workshop für die frisch gewählten Jugendrätinnen und –räte sowie für alle interessierten Jugendlichen geplant. Zudem steht eine Veranstaltungsreihe zum Thema Demokratiebildung auf dem Programm.
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