Kernkraftwerk Gundremmingen: 20 Millionen Euro für Wartung an Block C

Der Block C des Kernkraftwerks Gundremmingen geht im April vorerst vom Netz. (Foto: Archiv)

Das Kernkraftwerk Gundremmingen führt in den kommenden fünf Wochen Wartungsarbeiten an Block C durch. Das teilte das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit. 20 Millionen Euro werden dafür investiert, unter anderem werden 112 frische Brennelemente eingesetzt.

Block C wird am 21. April für voraussichtlich fünf Wochen für die turnusmäßige Revision mit Brennelemente-Wechsel vom Netz gehen. Neben Prüfungen und Wartungsarbeiten an Anlagenkomponenten und Sicherheitssystemen stehen in diesem Zeitraum Inspektionen an Behältern, Armaturen und elektrischen Schaltanlagen an.

Während der Revision wird die Kraftwerksmannschaft von rund 600 zusätzlichen Fachkräften von Partnerfirmen unterstützt. Unabhängige Sachverständige des TÜV überwachen den Revisionsablauf im Auftrag des Bayerischen Umweltministeriums.

Der Block C soll voraussichtlich Ende Mai nach Abschluss der Arbeiten wieder mit dem Netz synchronisiert werden. Im Jahr 2018 hat der letzte noch laufende Block rund 10,4 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Laut Atomausstiegsplan muss auch Block C Ende 2021 endgültig vom Netz genommen werden - also in etwa zweieinhalb Jahren.

Bis dahin seien diese Investitionen auch wirtschaftlich, erklärt Pressesprecherin Simone Rusch. Jährlich stehen für die Revision Investitionen auf ähnlichem Niveau an, im vergangenen Jahr lagen sie bei etwa 15 Millionen Euro. Das sei nötig, um den "sicheren, wirtschaftlichen Leistungsbetrieb und eine zuverlässige Stromerzeugung für den jeweils nächsten Betriebszyklus zu gewährleisten", so Rusch. (pm)
 
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