Kolping-Diözesanpräses Kretschmer ins Amt eingeführt

Von links: Robert Hitzelberger (Vorsitzender Kolpingwerk), Christine Reinsch (Kolping-Bezirksvorsitzende Stadt & Landkreis Augsburg), Erwin Fath (Stiftungsrat Kolping-Stiftung Augsburg), Diözesanpräses Wolfgang Kretschmer, Gebhard Kaiser (Vorsitzender Kolping Akademie), Alois Zeller (Diözesanpräses i.R.), Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker, Kolping-Landespräses Christoph Huber, Gisela Schönherr (Leiterin Kolping Akademie Augsburg) und Herbert Barthelmes (Vorsitzender Kolping-Allgäuhaus). Bild von Luisa Hagen
Augsburg: Kolpinghaus |

Verbändereferent Domkapitular Dr. Wolfgang Hacker hat am Beginn einer Messfeier zum Kolping-Gedenktag am 12. Dezember 2020 im Augsburger Dom den neuen Kolping-Diözesanpräses Wolfang Kretschmer ins Amt eingeführt. Kretschmer, der bis zum Sommer Leiter der Pfarreiengemeinschaft Neusäß war, rief in seiner Predigt die rund 200 geladenen Gäste auf, dass sie wie Adolph Kolping „Salz der Erde und Licht der Welt“ sein sollen.

Begrüßung des neuen Diözesanpräses

Stellvertretend für die vielen Kolpingeinrichtungen, bei denen Kretschmer künftig tätig sein wird, begrüßten einige Vertreterinnen und Vertreter den neuen Präses.
Für die über 12.000 Kolpingmitglieder in der Diözese Augsburg bereiteten die Bezirksvorsitzenden dem neuen Diözesanpräses ein Willkommen. Einen Gutschein für den Besuch der Büttensitzung der Kolpingsfamilie Augsburg St. Ulrich und Afra überreichte Christine Reinsch aus Bobingen. Sie ist die Bezirksvorsitzende in Stadt und Landkreis Augsburg mit seinen über 3.700 Mitgliedern in 22 Kolpingsfamilien.
Gebhard Kaiser, Vorsitzender der Kolping Akademie, lud den neuen Präses ins Hotel Alpenblick nach Ohlstadt, in die Kuroase im Kloster in Bad Wörishofen, ins Bildungshaus in Reimlingen, ins Management Centrum Schloss Lautrach, ins Kolping Hotel Family Resort & Spa nach Alsópáhok in Ungarn und ins Kolping Hotel Casa Domitilla in Rom ein. Kretschmer gehört künftig auch dem Vorstand der Kolping Akademie an, die an 29 Standorten mit 800 Mitarbeitenden für über 28.000 Teilnehmende Bildungsangebote durchführt. Am Standort Augsburg hat die Kolping Akademie – zusammen mit der Zentrale – über 135 Mitarbeiter. Gisela Schönherr, die Leiterin der Akademie, koordiniert Bildungsangebote für über 16.000 Teilnehmende.
Brot und Salz überreichte Erwin Fath vom Stiftungsrat dem neuen Vorstandsvorsitzenden der Kolping-Stiftung Augsburg. Fath, der aus Gersthofen stammt und dort auch Stadtrat war, ist auch stellvertretender Landesvorsitzender des Kolpingwerkes. Kretschmer steht an der Spitze des Kolpinghauses Augsburg, das mit über 50 Mitarbeitenden nicht nur die Gastronomie mit Bistro, Restaurants, Saal und Catering durchführt, sondern seit über 160 Jahren in der Tradition zu Adolph Kolping 250 jungen Menschen in Ausbildung auswärts ein Zuhause und eine pädagogische Begleitung bietet.
Eine Kinderbibel überreichte Herbert Barthelmes, der Vorsitzender des Kolping-Allgäuhaus in Wertach ist, an Kretschmer. 42.000 Übernachtungen zählte das Familienhotel 2018. Die religiösen Angebote während der Ferienzeiten sind ein Alleinstellungsmerkmal, das von den Familien gerne angenommen wird.
Kretschmer ist ebenfalls qua Amt Vorsitzender der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger. Robert Hitzelberger, der Diözesanvorsitzende des Kolpingwerkes und gleichzeitig stellvertretende Vorsitzende der Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger, begrüßte seinen „neuen Chef“. Die Stiftung sei, so Hitzelberger, ein hervorragendes Instrument für die Entwicklungszusammenarbeit. Allein 2018 konnte die Stiftung mit rund 400.000 Euro Projekte in Indien, Südafrika, Ecuador und Deutschland unterstützten.
Für die über 3.000 Mitglieder der Kolpingjugend im Bistum hieß Diözesanleiterin Laura Haug den neuen Präses willkommen. Kretschmer hatte im September bereits eine Fahrt der Kolpingjugend nach Rom begleitet, und dabei die Herzen der Jugendlichen gewonnen, so Haug. Als Geschenk hat die Diözesanleitung der Kolpingjugend unter anderem einen Schnuffi, das Maskottchen der Kolpingjugend mitgebracht.

Festvortrag von Landespräses Huber

Landespräses Domvikar Christoph Huber aus München berichtete in seinem Festvortrag beim anschließenden Empfang im Kolpinghaus von den Erfahrungen bei einem Angebot für vom Burnout bedrohte Menschen in der Kuroase im Kloster in Bad Wörishofen. Auf die Not dieser Menschen hat Huber mit den drei Schwerpunkten Adolph Kolpings geantwortet. Mit den Fragen, „Wo bist du zuhause?“, „Was interessiert dich?“ und „Was glaubst du?“ forderte er die Teilnehmenden auf, über Heimat, Bildung und Glaube nachzudenken.

Wahl bereits im Mai

Der 60-Jährige Kretschmer war bereits im Mai von der Diözesanversammlung des Kolpingwerkes zum Nachfolger von Domvikar Alois Zeller gewählt worden, der dieses Amt 15 Jahre innehatte. Mit einem Dekret von Bischof Dr. Konrad Zdarsa wurde der aus Nördlingen stammende Kretschmer ab dem 1. Dezember zum Diözesanpräses ernannt. Bevor Kretschmer die Leitung der Pfarreiengemeinschaft Neusäß übernahm war er Kaplan in Pfaffenhofen an der Ilm, Jugendseelsorger an der Jugendstelle Weilheim und Pfarrer in Peißenberg.

Einen Filmbeitrag von katholisch1.tv von der Amtseinführung gibt es auf Youtube: https://youtu.be/4XU_g9F2xWQ
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