Kultur und Geborgenheit: Das kulturelle Programm für Schwaben 2018

Vom schwäbischen Mädle-G’wand bis zum historischen Raffele: Der Bezirk Schwaben stellte sein Programm für 2018 vor. (Foto: Laura Türk)
Sein kulturelles Programm für 2018 hat der Bezirk Schwaben vor Kurzem vorgestellt. Das Ziel dieses Jahr sei es, bisherige Erfahrungen zu nutzen, aber auch aktuelle Themen miteinzubeziehen.

So lädt das Schwäbische Volkskundemuseum Oberschönenfeld Besucher ein, während der aktuellen Bauarbeiten bei ermäßigten Preisen hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu schauen. Ende Juli eröffnet die neugestaltete Ausstellung über die Geschichte und das Leben in Schwaben, und Besucher können diese bei freiem Eintritt selbst entdecken. Auch vor der Ausstellungseröffnung sind in der Schwäbischen Galerie des Museums Ausstellungen mehrerer lokaler Künstler geplant.

Ostern mit Brahms und Bartók

Das Schwäbische Jugendsinfonieorchester tritt an Ostern zum letzten Mal unter der Leitung von Dirigent Allan Bergius auf. „Das wichtigste an der Arbeit mit Jugendlichen ist, dass man sie immer herausfordert“, meint Bergius, und demzufolge sei für das Orchester auch an Ostern wieder „eine harte Nuss zu knacken“. Für zwei so herausragende und schöne Werke würde sich das aber letztendlich lohnen: Vom 6. bis zum 8. April spielt das Orchester in Marktoberdorf, Bad Wörishofen und Augsburg Brahms’ erstes Klavierkonzert op. 15 in d-Moll sowie Béla Bartóks Konzert für Orchester. Solistin am Klavier wird Julia Rinderle aus Memmingen sein.

Das Thema Brot steht dieses Jahr beim Museum Kulturland Ries im Zentrum. Ab dem 23. März zeigt die Ausstellung „Brot. Nahrung mit Kultur“ das Bedeutungsspektrum des Grundnahrungsmittels. Zudem präsentieren regionale Erzeuger und Händler beim GenussKulturMarkt unter dem Motto „Mehl, Müsli, Makkaroni“ ihre Produkte. Probieren ist hier erlaubt, und auch für Kinder werden Aktionen geboten sein. Am 16. September lädt das Museum schließlich zu dem Mitmachtag „Vom Getreide zur Semmel“ ein, bei dem die ganze Familie den Produktionsprozess miterleben kann.

Instrumente bauen oder Trachten nähen?

Für alle Musiker, aber auch für Bastler könnte das diesjährige Projekt der Volksmusikberatung Schwaben interessant sein. Sie befassen sich 2018 unter anderem mit alten Zitherformen wie dem Raffele oder der Scherrzither. Zu diesem Thema wird vom 27. bis zum 29. April ein Scherrzitherkurs, sowie vom 12. bis zum 14. Oktober ein Raffele-Baukurs angeboten, bei dem die Teilnehmer ein spielfähiges Instrument herstellen können.

Monika Hoede, Trachtenkulturberaterin für Schwaben, stellte einen neuen Schnitt für das schwäbische „Mädle-G’wand“ vor. Sie ging im vergangenen Jahr der Frage nach, warum auf dem Oktoberfest eher ein Dirndl als die schwäbische Tracht getragen wird. Dafür fragte Hoede junge Mädchen, was für sie den Reiz eines Dirndls ausmache. Das neue schwäbische Mädle-G’wand entwickelte sie aus historischen Vorlagen, aber auch nach den Vorstellungen der befragten Mädchen. Auch hierfür wird ab dem 24. Februar ein Kurs angeboten.

Leben in Schwaben - und im Himalaya

Im Schwäbischen Bauernhofmuseum Illerbeuren dokumentiert ab März eine Fotografieausstellung mit dem Titel „Leben in den Bergen. Alpen – Himalaya“ die zwei verschiedenen Bergwelten. Die Fotografen Wilfried und Luise Herold aus Rosenheim wollen mit ihren Bildern aufzeigen wie das alpine Umfeld, unabhängig von der Region, die Menschen, ihr Leben und ihre Bräuche prägt. Museumsleiter Wolfgang Ott ist sich sicher „dass die Bilder unsere Besucher überraschen, aber auch berühren und inspirieren werden“.

Einen interessanten Einblick in die schwäbische Lebensweise wird es sicher auch im Schloss Höchstädt geben, wenngleich mit einem moderneren Thema: In der Ausstellung „Lieblingsdings“, die vom 1. April bis zum 14. Oktober stattfinden wird, geht es zum Beispiel um die Lieblingsbücher, Lieblingsmusik, oder den Lieblingsmenschen der befragten Schwaben. Wer selbst gerne in der Ausstellung erscheinen möchte, kann seine Lieblingsdinge noch bis zum 12. Februar unter hoechstaedt@bezirk-schwaben einschicken. Beschreiben, Zeichnen oder Fotografieren – alles ist erlaubt. Zu viel verraten möchte Kuratorin Stefanie Kautz noch nicht – doch Platz eins beim Lieblingsort sei bisher „Daheim“.
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