Mehr Sicherheit für Radfahrer: Augsburg installiert Spezialspiegel

Auch an der Kreuzung Amagasaki Allee/Berliner Allee brachten Mitarbeiter des Tiefbauamts einen sogenannten Trixi-Spiegel an der Rechtsabbiegespur an. Foto: Ruth Plössel/Stadt Augsburg

Die Stadt Augsburg stattet ihren Fuhrpark mit Abbiege-Assistenzsystemen aus. Auch bei Neufahrzeugen sind Assistenzsysteme nun Bestandteil der Ausschreibung. Augsburg reagiert damit auf die Tatsache, dass bundesweit eine Vielzahl an Fußgängern und Radfahrern bei Abbiegeunfällen an Straßenkreuzungen ums Leben kommt.

Bisher wurden drei Kanalreinigungswagen mit den Assistenzsystemen ausgestattet. Alle weiteren Fahrzeuge sollen nach und nach folgen. Auch der Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb befindet sich mit drei Fahrzeugen seiner Flotte in der Testphase. Abbiege-Assistenten oder Abbiege-Assistenzsysteme erfassen mittels Sensoren und oder Kameras Radfahrer oder Fußgänger im direkten Umfeld und warnen den Fahrzeugführer akustisch, optisch oder in sonstiger Weise. Manche Systeme leiten bei Bedarf auch automatisch eine Notfallbremsung ein.

Zusätzlich wurden, um Augsburg als Fahrradstadt gerecht zu werden, zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an fünf Ampelanlagen sogenannte Trixi-Spiegel angebracht. Sie befinden sich an den Kreuzungen Leonhardsberg zum Mittleren Graben, Neusäßer und Ulmer Straße sowie Friedberger Straße und Berliner Allee. An der Kreuzung der Amagasaki Allee mit der Berliner Allee wurden zwei Spiegel montiert.

Wie Fahrradbeauftragter János Korda ausführt, soll damit getestet werden, "ob sich Konflikte zwischen Lastwagen und Radfahrern vor allem bei Abbiegevorgängen vermeiden lassen. Sollte sich dies bestätigen, können weitere Kreuzungen mit den Spiegeln nachgerüstet werden." Trixi-Spiegel sind kleine Konvexspiegel, die direkt an der Ampel angebracht werden. Sie dienen dazu, den toten Winkel beim Abbiegen von großen Fahrzeugen zu reduzieren und damit die Sicht auf Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Städte, die die Spiegel im Rahmen eines Pilotprojektes an unfallträchtigen Knotenpunkten montiert haben, berichten von einem Rückgang der Unfallzahlen. (pm)
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