Mein Lokal dein Lokal in Augsburg: Ein Blick hinter die Kulissen

Maddalena Mastria und Daniel Schmied verstanden sich bereits am zweiten Drehtag gut. Fotos: Helene Kuhn
 
Gastgeber des Tages war Jaey Ho (Mitte), hier mit Sebastian Hrabak (links) und Simon Lang.


- Eine Stadt, fünf Restaurants und 3000 Euro Preisgeld: Darum geht es im Kabel-Eins-TV-Format "Mein Lokal, dein Lokal- Wo schmeckt's am besten?".

Jeden Tag ist ein anderer Wirt Gastgeber für die restlichen Kandidaten. Diese bewerten Service und Atmosphäre des Lokals und natürlich Präsentation und Geschmack der Speisen. Jeder Gastronom vergibt anschließend maximal zehn Punkte an den Gastgeber. Der Kandidat mit der höchsten Punktzahl am Ende der Woche gewinnt ein Preisgeld in Höhe von 3000 Euro. Nun wird die kulinarische Szene Augsburgs erneut unter die Lupe genommen.

Daniel Schmied, Küchenchef des Steak & Fish Restaurants "Palladio" in Kriegshaber, lehnt entspannt an einem Stehtisch. Am Tag zuvor war er Gastgeber und präsentierte den Kandidaten neben Muscheln und Entrecôte auch vegetarische und sogar vegane Gerichte. Nun unterhält er sich im Asian-Fusion-Lokal "Nanban" - dem zweiten Drehort der Woche - mit "Portofino"- Inhaberin Maddalena Mastria.

Nach einer "guten Performance", wie Schmied seinen Auftritt zum Wochenstart einschätzt, darf er nun "Nanban"-Chef Jaey Ho bewerten. Dessen Restaurant ist die neuste á-la-carte-Ergänzung zum "Ichiban" im Industriegebiet Lechhausen. Gäste kämen aufgrund der abgelegenen Lage seines Lokals hauptsächlich aufgrund von Empfehlungen, erzählt er. Von der Teilnahme an "Mein Lokal, dein Lokal" erhofft Ho sich vor allem positive Resonanz für das wenige Monate alte "Nanban".

"Schreib am Besten wirklich was auf, das sieht man sonst", erhält eine Kellnerin eine letzte Set-Anweisung. Denn das, was die Zuschauer am Ende zu sehen bekommen, soll echter Restaurantbetrieb sein.

Dann heißt es: "Und bitte!" und Jaey Ho fragt in die Runde: "Habt ihr euch denn schon etwas ausgesucht?" Mehrmals muss die Szene wiederholt werden, doch der Gastgeber bleibt entspannt. Ernst wird es auch erst am Abend, wenn die Kandidaten neben den normalen Gästen Tom Yam Gung Suppe und Dry-Aged-Tomahawk-Steak verspeisen.

Das besondere der Sendung sei nämlich, wie Aufnahmeleiterin Sevinc Giray erklärt, dass der Restaurantbetrieb für die Film-Aufnahmen nicht unterbrochen werde. So sei gut zu sehen, wie die Gastgeber mit Stresssituationen umgehen würden, da sie sich parallel um Gäste und Kandidaten kümmern müssten.

Trotz noch ausstehender Kritik durch die anderen Teilnehmer, herrscht unter den Gastronomen gute Stimmung. Jaey Ho posiert gemeinsam mit Schwarze-Kiste Inhaber Sebastian Hrabak und Simon Lang, Küchendirektor des "Maximilian's" im Drei Mohren, für ein Foto. Die Drei albern mit einigen Küchenmessern herum, Nebenbuhlerschaft oder Feindseligkeiten scheint es hier wider Erwarten nicht zu geben. "Kontakte, die hier entstehen, bleiben auch bestehen", bestätigt Giray den Eindruck. Dazu trägt vermutlich auch die bunte Mischung der teilnehmenden Restaurants bei. Hier trifft das "Kistenfrühstück" auf original Italienische Pizza und "Hummersandwich á la Lang". Durch das unterschiedliche Angebot der Lokale hält sich der Konkurrenzdruck offensichtlich in Grenzen.

Das letzte Wort bei der Wahl des Siegers haben allerdings nicht die Kandidaten. TV-Koch Mike Süsser ist seit vergangenem Jahr Teil des Formats. Über die Woche kocht Süsser mit den Teilnehmern, verteilt im Endeffekt die entscheidenen Punkte und legt damit auch fest, wo es in Augsburg denn nun am besten schmeckt. (von Helene Kuhn)
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