Mensch und Seelenbotschafter - Im Gespräch mit David Hejazi

      Am 12.12.2019 tritt Seelenbotschafter David Hejazi im Rahmen seiner bundesweiten WAKE UP Tour auch in Augsburg auf, und zwar in der Stadtbibliothek von 19.00 bis 21.00 Uhr. Im Vorfeld dieser Veranstaltung hatten wir Zeit, David Hejazi einige Fragen zu stellen.


Vielleicht sollten Sie sich unseren Lesern noch einmal kurz vorstellen. Wer ist David Hejazi?

Ich wurde 1994 in Augsburg mit einer körperlichen Behinderung sowie einem Herzfehler geboren. Zum damaligen Zeitpunkt war ich der vierte Fall in ganz Deutschland mit einem derartigen Herzleiden, weshalb bereits im Alter von drei Monaten der lebensnotwendige Eingriff am Herzen erfolgte. Darüber hinaus war meine Kindheit sowie Jugend aufgrund meiner körperlichen Voraussetzung von längeren Krankenhausaufenthalten und zahlreichen Operationen geprägt.
Aufgrund meines kulturellen Hintergrunds, meine Mutter ist Deutsche, mein Vater Iraner, kam ich schon sehr früh mit verschiedenen Mentalitäten sowie Weltanschauungen in Berührung. Die damit einhergehenden Erfahrungen haben mir bereits seit meiner Jugend ein tieferes Verständnis für ein Miteinander gegeben. Im Krankenhaus, aber auch darüber hinaus, habe ich mich bereits recht früh mit dem Sinn des menschlichen Lebens auseinandergesetzt und mich in dieser Hinsicht mit elementaren Lebensfragen beschäftigt. Für mich kam es von vornherein nicht in Frage, mich aufgrund von körperlichen Herausforderungen und schwierigen Lebensphasen von meinem Weg abbringen zu lassen.
Bereits zu jener Zeit war mir innerlich bewusst, dass all die operativen Maßnahmen nur Mittel zum Zweck waren, damit ich eines Tages wie jeder andere dieselbe Lebensqualität genießen könne. Unabhängig davon verlief mein Weg im großen und ganzen wie bei vielen anderen Menschen auch. Ich habe nach meinem Fachabitur eine Ausbildung zum staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten für Englisch und Französisch abgeschlossen und mich anschließend als Nachhilfe- sowie Deutschlehrer für ausländische Mitarbeiter in Unternehmen selbstständig gemacht. Daraus entstand mein heutiges Wirken. In meinen Vorträgen inspiriere ich offene sowie feinfühlige Menschen, die darin Antworten auf die Fragen des Lebens finden und erleben wie jeder von uns ein erfülltes sowie tiefsinniges Leben frei von gesellschaftlichen Normen führen kann.


Aufgrund Ihrer Schilderungen ist es mehr als verständlich, dass Ihre Kindheit alles andere als einfach und mit vielen Einschränkungen verlaufen ist. Wie haben Sie es trotzdem geschafft, diese sprichwörtlichen Barrieren zu überwinden?

Ich möchte betonen, dass ich trotz allem eine glückliche und unbeschwerte Kindheit hatte. Sicher, es gab sowohl tristere als auch sonnigere Tage, aber ich hatte das große Glück von Menschen, insbesondere meinen Eltern sowie meiner Familie, umgeben zu sein, die mir gezeigt haben, dass das Leben aus weit mehr als aus dem „herkömmlichen Alltag“ besteht. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Damals bin ich unbewusst einem bestimmten Grundsatz gefolgt, heute bin ich mir darüber bewusst und zwar, dass der Geist den Körper bildet. Sehen Sie, wir Menschen leben aufgrund dessen, wie unser Alltag gestrickt ist, ein sehr limitiertes Leben, wobei ich damit in erster Linie die Sicht des Menschen auf die Dinge meine. Wir leben in einer Zeit der Real- und Materialisten. Dieser Umstand bringt leider die traurige Tatsache mit sich, dass wir Menschen lediglich an das glauben, was wir sehen und anfassen können. Geistiges und die Fähigkeit über den Tellerrand hinauszuschauen, bleiben dabei meist aus. Für mich waren somit all die Herausforderungen, die ich zu meistern hatte, nicht wirklich Barrieren, sondern lediglich Stationen, die ich als Mensch durchlaufen musste, um derjenige zu werden, der ich heute bin. Es hat zu meinem Reifeprozess maßgeblich beigetragen. Wie könnte ich mich da noch beschweren und es als eine Ungerechtigkeit ansehen? Das Leben verlangt von keiner einzigen Seele mehr, als diese leisten und ertragen kann. Die Frage ist nur, ob der Einzelne sowohl den Zugang zu sich selbst als auch zu seinen Fähigkeiten sowie Gaben findet, die ihm von oben mitgegeben wurden.
Ein weiterer Grund, weshalb ich trotz meines angeblich vorherbestimmten Schicksals mich nicht davon habe abbringen lassen, das Beste aus meinem Leben zu machen, war mein freier Wille, den übrigens jeder von uns besitzt, weil dieser ein gottgegebenes Gut ist, das Er dem Menschen geschenkt hat. Der Gebrauch meiner freien Entschlussfähigkeit hat bewirkt, dass mir früh bewusst wurde, dass meine körperliche Behinderung zum Beispiel kein Hindernis für mich ist, sondern im Gegenteil mir gegeben wurde bzw. ich sie mir selbst ausgesucht habe, damit ich diese sinnstiftend und allumfassend nutze. Beispielsweise indem ich damit anderen Menschen Mut mache und ihnen zeige, dass es nicht darum geht, wie die anfänglichen Voraussetzungen sind, sondern nur, was ein jeder mit all seinen Fähigkeiten und seinem Wesen daraus macht. Die Kunst besteht darin, nicht aufgrund von schwierigen Momenten im Leben aufzugeben, sondern stattdessen seinen freien Willen zu betätigen, denn dafür ist er schließlich da.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich bis heute sämtlichen Lebensereignissen gerecht wurde, weil ich an Gott glaube und mir die Hilfe seiner Kraft von oben zuteil wurde. Darüber hinaus hat meine Sicht auf die Geschehnisse eine große Rolle gespielt. Wir Menschen können nun einmal vieles nicht ändern. Was uns aber keiner nehmen kann, ist, wie wir mit den Dingen, die uns im Leben widerfahren, umgehen bzw. von welcher Seite wir sie betrachten. Das obliegt uns alleine.


Diese eigene Motivation, von der Sie sprechen – wie sind rückblickend gesehen Ihre Erfahrungen, und inwieweit hat Sie das positiv verändert?

Es hat mich zu einer stabilen Persönlichkeit gemacht, die die Zusammenhänge des menschlichen Lebens auf einer tieferen Ebene erleben durfte, denn schließlich sind es unsere Erfahrungen, die uns primär formen. Diese innere Motivation hat mich schon zahlreiche Male in gewissen Situationen durchhalten und weitermachen lassen, in denen ich am liebsten aufgegeben hätte.
Des Weiteren muss ich hinzufügen, dass eine meiner Hauptmotivationen Gott selbst ist. Wann immer es mir schlecht ging, habe ich nach jedem ernsten und rein empfundenen Gebet die Kraft von oben gespürt, die mich weitermachen ließ und mir Mut zusprach. Obwohl mir mein Verstand sagte, dass ich nicht mehr könne und wolle, habe ich es letztendlich durch die Kraft von oben immer wieder ans Ziel geschafft. Das ist etwas Grundsätzliches, was ich daraus gelernt habe, nämlich, dass der Mensch durch die Hilfe von oben weitaus mehr imstande ist zu leisten, als er es sich meistens denkt. Der positive Aspekt an der ganzen Sache war und ist bis heute, dass ich dadurch von Grund auf eine innere Ausgeglichenheit sowie Ruhe in mir verspüre und damit anderen Menschen begegne.


Ihre WAKE UP Tour – der Name ist sicher nicht zufällig gewählt oder?

Zufälle gibt es grundsätzlich nicht. Das würde ja bedeuten, dass es auf der Welt, aber auch in der gesamten Schöpfung hin und wieder mal sowohl zu positiven als auch negativen Willkürakten kommt und das ist aufgrund der unverrückbaren Naturgesetze, denen wir alle unterworfen sind, nicht der Fall. Ob Sie oder ich an diese selbsttätigen Gesetze glauben oder nicht, spielt dabei keine Rolle, denn diese wirken auch ohne die Einsicht des Menschen.
Von daher ist auch der Name meiner Tour mit der Vortragsreihe „Mensch SEIN. Wieder DEFINIEREN“ keineswegs zufällig gewählt, sondern trifft vielmehr den aktuellen Zeitgeist. Es ist höchste Zeit, dass wir Menschen GEISTIG aufwachen, worauf sich auch der Titel bezieht. Es geht um geistige Inhalte, die ausschlaggebend für unser gesamtes SEIN sind. Immer mehr Menschen wachen auf und stellen trotz materiellem Wohlstand und einem für sie passenden menschlichen Umfeld eine innere Leere bzw. Unzufriedenheit fest. Das ist nur natürlich, denn das, was den Menschen in seinem Kern auszeichnet, sprich das, was seine Natur ist, ist Geistiges.
Sehen Sie sich um. Wer beschäftigt sich heute mit derartigen Themen? Wir Menschen können noch so reich und in der Gesellschaft noch so hoch angesehen sein. Am Ende des Tages haben wir unser eigentliches Ziel verfehlt und den Sinn des menschlichen Lebens nicht verstanden, nämlich uns geistig weiterzuentwickeln und zu reifen. Es ist genau diese Kluft zwischen unserem irdischen Leben auf dieser Welt und dem, was nach unserem irdischen Tod, der ja nur die Geburt in die Feinstofflichkeit ist, noch alles kommt, die sich jetzt bei einigen Menschen innerlich bemerkbar macht. Leider versuchen aber viele gerade gegen ihre tiefe Empfindung anzukämpfen, indem sie sich noch mehr in irdische Angelegenheiten stürzen, anstelle ihrer Empfindung mehr Raum zu geben, was gleichzeitig auch die innere Unzufriedenheit oder meinetwegen auch innere Rastlosigkeit deutlich senken würde. Doch dazu braucht es ein Engagement und den Willen, sich mit diesen Dingen zu befassen, was die meisten Menschen allerdings nicht aufbringen wollen.


Was können Menschen von diesem Event erwarten, die noch niemals zuvor einen Keynote Speaker wie Sie gehört haben?


Vorab muss ich betonen, dass ich mein Wirken nicht als Keynote Speaker oder Vortragsredner auffasse. Ich nutze lediglich diese Art der Kommunikation als Kanal, um den Menschen meine Botschaft zu vermitteln. Das macht mich allerdings nicht zum Speaker, denn ich bin einfach nur ein Mensch und betrachte mich mit meinem Wirken als Botschafter der Seele, der mit seinen Inhalten andere Personen tief in deren Herzen berühren, sie fördern und diesen ein tieferes Verständnis für das menschliche Sein und Leben vermitteln möchte. Lediglich die Art und Weise, wie ich zurzeit die Menschen erreiche, zeigt sich durch meine Inspirations-Speeches, aber auch durch meinen WAKE UP! Podcast, der auf verschiedenen Social Media-Kanälen kostenlos verfügbar ist. Bezüglich der WAKE UP Tour darf sich das Publikum insbesondere auf Inhalte freuen, die das Mensch sein betreffen.
Ich veranschauliche, worauf es im Leben ankommt und das ist in erster Linie das Sicheinfügen in die bestehenden Naturgesetze. Sofern sich der Einzelne darin bewegt, müssen sich diese Gesetze positiv auf sein Leben auswirken. Tut er es nicht, muss der gegenteilige Fall eintreten. Der ausschlaggebende Punkt bei dieser Sache ist nur, dass die meisten von uns diese Gesetze nicht kennen. In dieser Hinsicht bringe ich Licht ins Dunkel und lasse das Publikum erlebbar spüren, wie wir unser menschliches Dasein auf dieser Welt so nutzen können, damit sich alles für uns, aber auch für unsere Mitmenschen zum Positiven wendet.
Leid und Schmerz sind nichts, was es von vornherein geben muss. Diese beiden Faktoren haben wir Menschen in erster Linie durch unser Wollen selbst geschaffen. Wenn wir uns allerdings durch unseren Willen für die eine Richtung entscheiden konnten, so können wir das auch für die andere Richtung tun und wie das geht, veranschauliche ich. Damit geht einher, dass ich selbstverständlich Schritte aufzeige, die es braucht, um das Mensch sein wieder zu definieren.
Was ist mit Werten wie Nächstenliebe, Wertschätzung, Toleranz und Akzeptanz? Was ist mit der selbstlosen Hilfe gegenüber unseren Mitmenschen? Ein Teilaspekt, den ich unter anderem thematisiere, ist die Tatsache, dass wir Menschen nicht unser Verstand bzw. Gehirn sind, genauso wenig wie unser Körper, sondern dass unser Innerstes, mit anderen Worten unser Geist, ausschlaggebend ist. Das Ganze kombiniere ich mit persönlichen Anekdoten und gehe dabei am Rande auf meinen bisherigen Lebensweg ein.
Abgesehen von den inhaltlichen Punkten ist ausschlaggebend, dass ich als Person sowie mit meinen Events wie bereits erwähnt die Menschen auf allen Ebenen tief in ihren Herzen berühre. Ich spreche zu deren Seelen, nicht zu deren Verstand. Meine Worte sollen empfunden anstelle verstanden werden. Es geht nicht darum, strikt irgendwelche inhaltlichen Aspekte oder Schritt-für-Schritt Anleitungen zu behandeln, sondern die Empfindungsfähigkeit des Einzelnen wieder zu wecken, denn das haben wir Menschen leider größtenteils verlernt. Es ist schwierig meine Lebensaufgabe zu beschreiben, denn das, was ich tue, muss erlebt werden.


Es gibt einige Personen in dieser Branche, die in ihren Veranstaltungen vor allem auf den finanziellen und beruflichen Erfolg hinarbeiten. Sie dagegen gehen von einem völlig anderen Ansatz aus, oder? Bei Ihnen geht es letztendlich um den Menschen selbst und wie er sein Leben positiv gestalten kann. Ist das so richtig formuliert?

Da bin ich ganz bei Ihnen. Genauso ist es. Mein Wirken gestalte ich selbstverständlich zusammen mit meinem Team als Geschäftsmodell, allerdings ist es kein Business im herkömmlichen Sinne. Natürlich ist es mein Ziel, zukünftig komplett davon leben zu können und dementsprechend entwickeln wir meine Tätigkeit zu einer Haupteinnahmequelle. Doch nichts läge mir ferner als meine Person sowie Inhalte und mein gesamtes Wirken an sich hemmungslos zu vermarkten. Das, was ich tue, ist weit mehr als lediglich ein Job. Es ist eine Lebensaufgabe, für die ich auf dieser Welt bin. Um wieder Liebe und Güte unter die Menschen zu bringen. Auch wenn ich weiß, dass verhältnismäßig wenige Menschen das Leben überhaupt auf einer tiefgründigeren Ebene erleben möchten, bin ich ungeachtet dessen für die vergleichsweise vereinzelten Seelen hier, um wenigstens für diese ein Kraftanker zu sein sowie ihnen Stabilität und Orientierung zu bieten.
Ich könnte meiner Berufung nicht in der Reinheit und aus tiefstem Herzen folgen, wenn mein Fokus rein auf dem unternehmerischen Aspekt liegen würde. Ich muss in allem was ich sage, obgleich das in meinem Podcast ist oder in meinen Vorträgen, komplett unabhängig bleiben, denn das, was ich zu sagen habe und was den Menschen auch wirklich nützt, ist meist gerade das, was sie nicht hören wollen. Würde ich also vom rein geschäftlichen Standpunkt ausgehen, müsste ich mich mehr nach den Menschen richten, was ich bei meiner Lebensaufgabe nicht darf. Es muss meinem Publikum einen Nutzen bringen, doch sieht dieser meist anders aus als wir Menschen ihn uns vorstellen und dementsprechend gerne hätten.
Anders ausgedrückt, mein oberstes Gebot besteht darin, das, was ich tue, aus reinem Herzen heraus zu machen und dabei unbedingt unabhängig von sämtlichen Kategorien, aber auch frei von menschlichen Erwartungen zu bleiben. Nur so geht die Botschaft auch ins Herz. Dass ich dabei auf die ein oder andere Business-Strategie verzichte und meine Ausrichtung eine völlig andere ist, ist mir natürlich klar. Hätte ich ein reines Business aufbauen wollen, in dem das Geld im Fokus steht, hätte ich von vornherein selbstständiger Nachhilfe- und Deutschlehrer bleiben können, denn mit dieser Tätigkeit war ich ja bereits in den Unternehmen. Damit hätte ich aber meine wahre Berufung vernachlässigt und mein Leben letzten Endes vergeudet. Geld allein oder das heutzutage hoch angesehne Ziel ein Business zu gründen, kann und darf niemals ein Grund dafür sein, von seinem eigentlichen Wege abzukommen. Eine derartige oberflächliche Denkweise muss sich früher oder später bitter rächen.


Sie gehen mit sehr viel Herzblut daran, den Menschen etwas zu geben. Dazu gehört ganz sicher eine absolute Überzeugung von dem, was Sie tun?


Selbstverständlich. Das sollte allerdings nichts Außergewöhnliches sein, sondern vielmehr der Maßstab für jeden von uns. Es ist eine Zeitverschwendung der eigenen kostbaren Lebenszeit, wenn man das, was man tut, nur halbherzig macht oder das Ganze lediglich als Mittel zum Zweck ansieht. Dabei spielt es keine Rolle, um was es sich handelt. Das ist ja gerade das Wunderbare daran. Jeder Mensch ist von seinem Wesen her anders und daher wurden auch jedem von uns andere Fähigkeiten von oben geschenkt, damit wir auf dieser Welt das tun, wozu wir geboren wurden. Es ist ein eigenartiges Phänomen. In der gesamten Schöpfung steht jedes Geschöpf an seinem richtigen Platz, außer der Mensch. Nur wir schaffen es nicht, der Aufgabe gerecht zu werden, die uns zukommt. Daher ist es höchste Zeit.
Ich bin von dem, was ich tue, insofern überzeugt, weil ich darin einen großen Nutzen für die Menschen sehe und zwar unabhängig von Nation und Konfession, vom Alter oder Geschlecht und von der Gesellschaftsschicht. Bevor ein Mensch irgendetwas unternimmt, sollte er sich unbedingt vorab damit auseinandersetzen, inwiefern das, was er tun möchte, denn überhaupt einen Nutzen bringt. Dieser Nutzen darf sich selbstredend nicht hauptsächlich auf Irdisches oder ausschließlich auf sich selbst beziehen, sondern der Mehrwert muss allumfassend gewährleistet sein. Bei aller Überzeugung und Euphorie, die man an mir wahrnimmt, muss ich darauf hinweisen, dass das, was ich tue, nichts Weltbewegendes ist. Ich stelle mich ja schließlich nur als Werkzeug für die Sache an sich zur Verfügung. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist es, was der Mensch auch sein soll. Ein Werkzeug, um der einen Quelle zu dienen, von der alles ausgeht.


Wie sind die Reaktionen auf Ihre bisherigen Veranstaltungen. Gibt es Feedback von denjenigen, die zur Tour gekommen sind? Stehen Sie im Dialog mit einigen dieser Menschen?

Dazu zwei Punkte. Zum einen waren die Reaktionen von all jenen, die mich bisher live erlebt haben, durchweg positiv. Zum anderen hat sich herauskristallisiert, dass diejenigen, die bereits meine Veranstaltungen besucht haben, mir sowie meinem Wirken treu geblieben sind und daraufhin auch weitere Events von mir besucht haben. Der schwierigere Teil an der ganzen Sache ist allerdings, dass viele Menschen vorab nicht sicher sind, was sie von mir erwarten dürfen, weil ich mich in keine bestimmte Schublade stecken lasse.
Es geht um geistige Themen, ohne dabei auf das Thema Religion zu sprechen zu kommen. Ich spreche über ein erfülltes Leben, den Sinn des Lebens sowie über das Mensch sein im 21. Jahrhundert und gehöre gleichzeitig weder in den Bereich der Persönlichkeitsentwicklung noch der Esoterik oder Spiritualität. Für mich ist das nur natürlich, aber viele Menschen sind es nicht gewohnt, Dinge schlicht und einfach anzunehmen. Sie brauchen immer einen Bezug bzw. eine Kategorie, an der sie sich festhalten können. Ich wiederum unternehme von meiner Seite aus alles, damit das mit meiner Person und Lebensaufgabe nicht passiert. Das heißt, die Menschen, die mich live erleben, spüren die Energie, die Kraft und die Frische, die bei meinen Events vorherrscht, aber es bedarf von meiner Seite einiges an Vorarbeit, damit mir die Menschen erst einmal vertrauen und sich für meine Themen öffnen, bevor sie sich entschließen eines meiner Events zu besuchen.
Darüber hinaus veröffentliche ich wie vorhin erwähnt jede Woche eine neue Podcastfolge, durch die es bereits ebenfalls zum Austausch zwischen meinen Zuhörern und mir kam. In einem Fall kam es aufgrund dessen sogar bereits zu einer Kooperation. Mir ist der Dialog sowie Austausch mit den Menschen sehr wichtig. Ich bin ein Freund des Persönlichen und möchte daher so individuell wie möglich auf jeden Einzelnen meiner Zuhörer bzw. Vortragsbesucher eingehen. Das schulde ich der Sache selbst.


Sie sind sehr stark in sozialen Netzwerken unterwegs (Facebook, Instagram, wechselnde Podcasts). Welchen Stellenwert haben diese Aktionen für Sie?

So gut wie gar keinen. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie furchtbar ich die dahinterstehende Arbeit bezüglich Social Media finde. Jeden Tag aufs Neue graut es mir davor. Daher habe ich auch ein Team, das derartige Angelegenheiten für mich regelt und ich nur die Inhalte, also die Texte, zu verfassen brauche. Das Design und Posten der jeweiligen Beiträge übernimmt jemand anders. Wie soeben angesprochen bin ich auch noch im 21. Jahrhundert ein Mensch, dem die Nähe zu seinen Mitmenschen am Herzen liegt und der gerne in den direkten Austausch geht.
Leider ist es so, dass es vor allem bezüglich meines Wirkens wichtig ist, vorab eine Vertrauensbasis zu schaffen. Das heißt für mich hat Social Media nicht mehr als den Wert, als die ersten Berührungspunkte mit den Menschen zu schaffen, die sich für mein Wirken interessieren und daraus einen nachhaltigen Nutzen für ihr weiteres Leben ziehen. Das erfolgt unter anderem über meine Homepage und den gängigen Kanälen wie Facebook, Instagram und Co.
Wenn ich könnte, würde ich nur noch weltweit unterwegs sein und Menschen direkt und vor allen Dingen persönlich berühren, damit diese wissen, dass Menschlichkeit auch heutzutage noch ein brandaktuelles Thema ist und wir grundsätzlich wieder mehr die persönliche Kommunikation fördern sollten. Ich behaupte nicht, dass ich von Social Media an sich nicht überzeugt bin und darin keine Vorteile sehe. Ganz im Gegenteil. Nur ist es schlichtweg ein Bereich, für den ich persönlich nicht geschaffen bin, und es kann ziemlich schnell anstrengend werden, regelmäßig Inhalte zu posten, um bei den Menschen nicht in Vergessenheit zu geraten. Gesund ist ein solcher Trend mit Sicherheit nicht.


Was treibt sie an? Was gibt Ihnen die Kraft, diesen Weg weiter zu beschreiten?


Gott und das Wissen, dass ich für diese Aufgabe geboren wurde. Es ist schließlich nicht so, dass ich diesen Weg aus einer Laune heraus eingeschlagen habe, sondern dahinter steckt ein tiefer, innerlicher Antrieb. Ein zusätzlicher Faktor, weshalb ich meinen Weg weiterhin unbeirrt fortsetze, ist, dass ich gesellschaftlichen Anforderungen nicht nachkomme. Mir persönlich ist es gleich, ob die Mehrzahl der Menschen mit meinen Themen etwas anfangen kann oder ob von deren Seite kein Interesse besteht. Ich bin nicht angetreten, um mir die Gunst meiner Mitmenschen zu erwerben oder ihnen wohlgefällig zu sein. Selbstverständlich ist mir bezüglich meines Wirkens nichts wichtiger, als der größtmögliche Nutzen für mein Publikum, aber ich mache mich nicht von diesem abhängig. Fans und gesellschaftliches Ansehen ist etwas, worauf ich bei meiner Tätigkeit nicht achten darf, weil sich dadurch mein Empfindungsvermögen hinsichtlich der Sache an sich trüben würde.
Der Grund, warum ich das tue ist die Überzeugung, dass ich es einfach tun muss, um in letzter Instanz dem Leben gerecht zu werden. Es ist schwierig in Worte zu fassen, was ich dabei in meinem Inneren empfinde. Am leichtesten fällt es mir, wenn ich es täglich lebe und das Ganze von Mensch zu Mensch vermittle.


Was ist für das nächste Jahr geplant? Wird es weitere solche Veranstaltungen geben? Eventuell auch im Ausland?

Der Fokus meines Teams und mir liegt so gut wie ausschließlich auf dem Ausland. Insbesondere auf Kanada und den USA. Des Weiteren sind wir gerade dabei, sämtliche Inhalte auf Englisch zu übersetzen, was auch das nächste Jahr in Anspruch nehmen wird. Das betrifft selbstverständlich auch die Homepage sowie den Podcast. Ansonsten liegt der Schwerpunkt für das kommende Jahr eindeutig auf Symposien sowie Kongressen, denn auf diesen habe ich bereits unter anderem in der Schweiz gesprochen. Da die Erfahrungen durchweg positiv ausgefallen sind und meine Themen bei dieser Art von Veranstaltungen sehr gut ankamen, haben mein Team und ich vor, das weiter auszubauen.
Ob ich nach meiner WAKE UP Tour, die ja ohnehin bis März nächsten Jahres andauert, weitere eigene öffentliche Events in der Nähe organisieren werde, kann ich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Der Tenor geht mehr dahin, Kooperationspartner sowie ein Management zu finden, das sich um die Organisation und die täglich anfallenden Aufgaben kümmert, da ich zurzeit noch Eigenveranstalter bin, wenn es um öffentliche Veranstaltungen geht.


Jetzt und hier wäre die Gelegenheit für Sie, abschließend noch etwas zu sagen:

„Halte den Herd Deiner Gedanken rein, Du stiftest damit Frieden und bist glücklich.“ Dieses Zitat stammt von einem für die Menschheit sehr wichtigen Schriftsteller, namens Oskar-Ernst Bernhardt. Unter seinem schriftstellerischen Namen Abd-ru-shin hat er das Buch „Im Lichte der Wahrheit“ veröffentlicht. Dieses Werk lege ich jeder Menschenseele wärmstens ans Herz, sofern sie das Leben, aber auch das menschliche Sein tiefer erfassen und sämtliche Lebensfragen geklärt haben möchte.
Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich über unseren gemeinsamen Austausch sehr gefreut habe und bereits auf meinen Auftritt in meiner Heimatstadt Augsburg am 12.12. gespannt bin. Wer sich vorab näher mit meinem Wirken befassen möchte, kann das sehr gerne unter www.davidhejazi.com tun. Hier können auch Tickets für die Vorträge gekauft werden. Und vielleicht noch eine Sache: Wen meine Inhalte interessieren und wer tiefer in das ein oder andere Themengebiet eintauchen möchte, der sollte sich unbedingt einmal meinen WAKE UP! Podcast anhören. Dieser ist unter anderem auf iTunes, Spotify und YouTube verfügbar.
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