Menschenrechte und Genitalverstümmelung

Wir möchten, dass jedes Mädchen und jede Frau weltweit das Recht und die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben hat. Was fordert Amnesty International?

Bildung statt Beschneidung!
26.10.2018, 19.00 Uhr, Hörsaal II Universität Augsburg
https://www.facebook.com/events/257734781543931/

Weibliche Genitalverstümmelung verletzt sowohl zivile und politische, wie auch soziale und kulturelle Menschenrechte von Frauen, wie das Recht auf physische Unversehrtheit, das Recht auf Leben und (reproduktive) Gesundheit, aber auch das Recht auf Bildung und Selbstbestimmung der Frauen.
In Deutschland wurde - auch mit Unterstützung von Amnesty - bereits ein erster Fortschritt erzielt: Im neuen Zuwanderungsgesetz (in Kraft 1.1.2005) ist nun geschlechtsspezifische und nichtstaatliche Verfolgung als Fluchtgrund anerkannt - dies war eine zentrale Forderung von Amnesty. Es bleibt jedoch noch abzuwarten, inwieweit dieses neue Gesetz Mädchen und Frauen systematisch einen besseren Schutz in Deutschland vor Verstümmelung ihrer Genitalien in ihrem Heimatland bietet.
Außerdem wurde die weibliche Genitalverstümmelung als eigener Straftatbestand anerkannt und kann mit bis zu 15 Jahren Gefängnis bestraft werden (27.06.2013). Allerdings wurde FGM nicht in den Katalog der Auslandsstraftaten aufgenommen. Sehr oft werden Mädchen in den Sommerferien in ihre Heimat geschickt und gezwungen, sich einer Genitalverstümmelung zu unterziehen. Diese Straftaten können nicht geahndet werden, auch wenn die Betroffenen von FGM ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Aber hilft das den Betroffenen wirklich?
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