Millionen für die Region: Interlift bringt Besucher und Aussteller aus der ganzen Welt nach Augsburg

Moderne Messe in Augsburg: Halle 2 wurde rechtzeitig zur Interlift fertig. Sie ermöglicht es, dass die Aussteller hohe Stände bauen, denn sie kommt ohne Stützsäulen aus. Foto: Monika Grunert Glas

Man wird an einen Pilgerzug erinnert, wenn man sieht, wie viele Menschen über die Brücke vom Parkgelände auf die Messe strömen. Aus der ganzen Welt treffen sich derzeit Experten der Aufzugsbranche in Augsburg. Von derart vollen Hallen kann man an manchen Tagen der Afa nur träumen.

Trotz schwächelnder Konjunktur präsentiert die Messe Interlift, die am Dienstag begann und noch bis Freitag dauert, das bislang größte Angebot aller Zeiten. Die Interlift ist neben der Grind Tec, der Schleiftechnikmesse, die zweite sogenannte „Weltleitmesse“, die das Unternehmen Afag am Messestandort Augsburg veranstaltet. 580 Aussteller präsentieren heuer auf 46.500 Quadratmetern ihre Neuheiten wie Leichtbau- und moderne Antriebstechniken.

Pünktlich zur Aufzugsmesse wurde die neue Halle 2 fertig, für die im September vor einem Jahr der Spatenstich erfolgte. Zum Auftakt der Interlift kam Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nach Augsburg. Er gratulierte der Fuggerstadt zur Einweihung der neuen Halle: „Sie steigert die Attraktivität der Messe Augsburg und ist eine große Investition in ihre Zukunftsfähigkeit“, lobte der Minister. Mit der neuen Infrastruktur könnten sich die regionalen und internationalen Veranstaltungen in Augsburg erfolgreich weiterentwickeln, und der Messeplatz die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen, führte er aus: „Das stärkt den Messestandort Bayern und unsere Wirtschaft insgesamt“, so Aiwanger.

Der Freistaat Bayern hat den Neubau der Halle mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. Volker Ellerkmann, stellvertretender Sprecher des Wirtschaftsministeriums, betont, das seien genau zehn Millionen Euro, nicht, wie in manchen Medien berichtet, zwölf Millionen Euro. Halle 2 ist mit ihren 8.500 Quadratmetern nun die größte Messehalle der Stadt und ermöglicht eine weitere Flexibilisierung des Geländes. Die Halle ist auf dem modernsten Stand. Sie ist natürlich klimatisiert und hat ein innovatives Entlüftungssystem. Die Versorgungsanlage ermöglicht es außerdem, dass jeder Aussteller an seinem Stand Wasser und Strom hat.

Augsburg beteiligt sich mit 7,6 Millionen Euro

Insgesamt kostet die große Halle 24,5 Millionen Euro, etwa eine Million Euro mehr als veranschlagt. Sie misst gut Hundert mal 80 Meter und kommt im Inneren ohne störende Stützen aus. Dank ihr kann man das gesamte Gelände nun unter Dach begehen. Die Halle 1, die sogenannte Schwabenhalle, bekannt vor allem durch darin stattfindende Konzerte, ist 6.300 Quadratmeter groß. Von der Halle 2 erhofft man sich nun eine Belebung des Messegeschäfts. Auch, um die Interlift, auf der manche der Aussteller, die aus allen Teilen der Erde angereist sind, Areale von 800 Quadratmetern belegen, in Augsburg zu halten, wurde sie gebaut. Die Aufzugsmesse beschert der Region schließlich Einnahmen in Millionenhöhe. Die Rede ist von einem Umsatz von 35 Millionen Euro. Besucher aus aller Welt buchen rund 30.000 Übernachtungen, dazu kommen noch einmal halb so viele durch Aussteller und Messepersonal.

Neben der Förderung in Höhe von zehn Millionen Euro durch den Freistaat Bayern verteilen sich die Zuschüsse der Gesellschafter der ASMV GmbH Messe Augsburg auf die Stadt Augsburg mit rund 7,6 Millionen Euro, den Landkreis Augsburg mit etwa 2,7 Millionen Euro und den Landkreis Aichach-Friedberg mit circa 870.000 Euro. Der Rest der Summe stellt den Eigenanteil der ASMV GmbH Messe Augsburg dar mit rund 3,3 Millionen Euro.
Gebaut wurde die Halle von der Wohnbaugruppe (WBG) Augsburg, die schon zwei Projekte auf dem Gelände realisiert hat.
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