Modular 2018: Ein letztes Mal haben tausende Besucher im Wittelsbacher Park drei Tage lang gefeiert

Riesen-Jenga: Der Spiele-Bereich im Park war nicht nur für Kinder eine Attraktion. Neben dem großen Holz-Turm hatten die Besucher auch Spaß beim Mini-Billard. Foto: Kristin Deibl

Während die Besucher des Modulars von Donnerstag bis Samstag noch ein letztes Mal die Festival-Atmosphäre im Wittelsbacher Park genossen, begannen bereits die Planungen für die Ausgabe 2019. Im kommenden Jahr soll das Modular auf dem Gaswerk-Gelände stattfinden, auf dem zur Zeit ein Kultur- und Kreativquartier entsteht.

Künstler wie Olli Schulz, Trettmann und Whomadewho sorgten auf den Bühnen des Modulars, das in diesem Jahr erstmals schon vor Beginn komplett ausverkauft war, für musikalische Unterhaltung. Tausende Besucher feierten und tanzten ausgelassen bei sommerlichen Temperaturen. Ein Kreativmarkt, ein Spiele-Bereich mit Riesen-Jenga und Mini-Billard, Poetry-Slam und Theater auf Stelzen luden zum abwechslungsreichen Zeitvertreib im Kongress und im Park ein. Das kulinarische Angebot, das im Vorjahr vor allem aus teuren Food-Trucks bestand, wurde heuer durch erschwingliche Angebote wie Pommes für 3,50 Euro ergänzt.

Eine weitere Änderung in diesem Jahr: Die Musik war deutlich leiser. Zu leise, wie manche Künstler und Besucher kritisierten. Doch in den Vorjahren hatten sich immer wieder Anwohner über die Lautstärke beschwert. Das sei nun einmal die Problematik eines Festivals in der Innenstadt, hieß es vom Stadtjugendring. Man müsse sich an Grenzwerte halten. Auch am neuen Standort, dem Gaswerk-Areal, werde die Lautstärke ein Thema bleiben.

Das Gaswerk-Gelände, auf dem auch das Theater während der Sanierung des Großen Hauses eine Heimat finden wird, wird unterdessen von den Stadtwerken bereits für das Modular 2019 vorbereitet. Dazu werden Gebäude, die nicht unter Denkmalschutz stehen, abgerissen, um Platz für eine Bühne samt Fläche zu schaffen. Das Gaswerk wird von den swa in Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg zu einem Zentrum für Kultur mit Theater, Ateliers und Räumlichkeiten für Start-Ups und Unternehmen der Kreativwirtschaft entwickelt. Das bisher abgesperrte Gelände soll künftig auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, mit Grünflächen und Freiluftgastronomie.

Stadt und Stadtwerke seien mit dem Stadtjugendring in enger Abstimmung, um ein attraktives Konzept für das Modular 2019 auf dem Gaswerkareal zu entwickeln. Auch ein erster Entwurf für einen vierjährigen Miet- und Sponsoringvertrag seitens der Stadtwerke liege dem Stadtjugendring als Veranstalter des Festivals bereits vor. Wie Kulturreferent Thomas Weitzel betont, bestehen durch die baulichen Festlegungen "beste Voraussetzungen für ein Modular-Festival 2019 in der beeindruckenden Kulisse des Gaswerks".
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