Motive für Genitalverstümmelung

Gewalt gegen Frauen ist ein weit verbreitetes strukturelles Phänomen. Weibliche Genitalverstümmelung ist eines der schwerwiegendsten Beispiele dafür. Was sind die Motive für diese Praktiken?

Bildung statt Beschneidung!
26.10.2018, 19.00 Uhr, Hörsaal II Universität Augsburg
https://www.facebook.com/events/257734781543931/

Häufiges Rechtfertigungsmuster für die Verstümmelung der weiblichen Geschlechtsorgane ist die Vorstellung, dass nur so der weibliche Sexualtrieb gezügelt und damit kontrollierbar gemacht werden könne. Zudem wird argumentiert, dass die weibliche Genitalverstümmelung eine religiöse oder traditionelle Praxis sei, die geachtet werden müsse. Manche Argumentationen heben sogar den medizinischen Nutzen dieser Tortur hervor, an der viele Mädchen sterben bzw. mit deren psychischen und physischen Folgen sie ein Leben lang kämpfen müssen. Damit wird deutlich, dass die Gründe für die Durchführung weiblicher Genitalverstümmelung je nach religiösen, kulturellen, ethnischen und sozialen Rahmenbedingungen variieren. Diese Begründungen sind auch der Rahmen bei der Genitalbeschneidung in Deutschland.
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