Schutzimpfung von Kaninchen

Vorbeugen tut gut – Impfen schützt Kaninchen vor RHD und Myxomatose (Foto: TierSV / Nikolas Hagele)

Die Tierärztin rät*

Erkrankt ein Kaninchen an RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) oder Myxomatose, gibt es für das Tier in aller Regel keine Rettung. Die gute Nachricht: Kaninchenhalter können ihre Lieblinge durch eine einfache Impfung vor diesen beiden hoch ansteckenden Viruserkrankungen schützen – und sollten das auch unbedingt tun.

RHD („Chinaseuche“), Typ 1 und 2, ist weltweit verbreitet. Kaninchen stecken sich über direkten Kontakt zu infizierten Tieren an, über kontaminierte Gegenstände oder über Fliegen. Nach der Infektion bricht die Krankheit innerhalb weniger Tage aus. Meist verläuft sie schwer und führt zum schnellen Tod der Tiere. Eine Therapie ist nicht möglich.

Myxomatose („Kaninchenpest“) kann ebenfalls durch Insekten wie z. B. Stechmücken übertragen werden. Eine Ansteckung ist aber auch über Kontakt zu erkrankten Tieren oder über kontaminiertes Futter möglich. Erkrankte Kaninchen zeigen häufig Schwellungen, insbesondere im Gesichtsbereich, sowie im Rachen und Atmungstrakt, sodass sie nicht mehr richtig schlucken und fressen können. Eine mildere Form äußert sich durch knotige Verdickungen in Haut und Unterhaut. Betroffen sind vor allem Kopf- und Afterbereich, dazu kommen bakterielle Entzündungen. Auch hier gibt es keine Therapie, die Tiere sterben meist nach einigen Tagen bis Wochen.

Gegen beide Viruserkrankungen können Kaninchen ab einem Alter von 4 – 6 Wochen geimpft werden. Wiederholungsimpfungen sollten jährlich erfolgen, um die Tiere dauerhaft zu schützen. Vereinbaren Sie daher regelmäßige Impftermine mit Ihrem Tierarzt.

* Tonia Olson ist Ihre Tierärztin im Tierheim Augsburg
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