Seebrücke – Ertrinkende retten: Demonstration am 21. Juli in Augsburg

Wann? 21.07.2018 15:00 Uhr

Wo? Königsplatz, Königspl., 86150 Augsburg DEauf Karte anzeigen
Augsburg: Königsplatz |

Unter dem Motto "Seebrücke - Ertrinkende retten" findet am Samstag, 21. Juli 2018, um 15 Uhr, am Augsburger Königsplatz eine Kundgebung statt. Dazu ruft die Initiative "Seebrücke Schafft sichere Häfen" auf. Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung aus der Zivilbevölkerung. Sie fordert sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen.

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter
voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen
jegliche Humanität. "Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein
offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen", fordern die Initiatoren der Seebrücke. "Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen
mussten oder noch auf der Flucht sind."

Im Juni 2018 sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen
(UNHCR) 629 Menschen bei dem Versuch über das Mittelmeer zu fliehen ertrunken.
Insgesamt starben in diesem Jahr bislang 1422 Menschen bei einem Fluchtversuch.
Von 21 Menschen, die einen Fluchtversuch über das Mittelmeer wagen, stirbt im Durchschnitt
einer. 40 Prozent der aus Seenot geretteten Menschen im Mittelmeer wurden nach Angaben des UNHCR von privaten Hilfsorganisationen gerettet. Heute ist aufgrund von behördlichen Behinderungen und Verboten kein Schiff und kein Rettungsflugzeug mehr vor Ort.

Die Unterstützer der Seebrücken-Demo, darunter auch Amnesty International Augsburg, der Augsburger Flüchtlingsrat, die Augsburger Friedensinitiative, die DFG-VK und die zivlen Seenotrettungsvereine Resqship und Sea-Eye, schließen sich der Forderung des UNHCR an und fordern die ausdrückliche Unterstützung von privaten und staatlichen Rettungseinsätzen.
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