Sicheres Radfahren in der Stadt

Auf dem Bild sind zu sehen (von links) Irene Kuhn, Vorstand BN, Roland Meyer und Fabienne Lesser. Foto: Sigrun Lenk


Fahrradfahren in Augsburg: Was möchten die Radfahrer, was ist an Maßnahmen geplant, wo gibt es unterschiedliche Auffassungen? Baumfällungen am Herrenbach, welche Möglichkeiten gibt es, damit die restlichen Bäume stehenbleiben können? Diesen Fragen ging der BUND Naturschutz e.V. Ortsgruppe Augsburg (BN) vor Kurzem bei seinem offenen Treffen im Anna Café im Annahof nach. Die Referenten Alois Betz und Irene Kuhn, beide im Vorstand des BN und interessierte Mitglieder aber auch Nicht-Mitglieder waren gekommen und diskutierten mit.

Alois Betz im Vorstand des BN und Mitglied des Verkehrsclubs ADFC Augsburg, eröffnete das Treffen mit dem Thema "Fahrradstadt Augsburg." Er ging darauf ein, welche Maßnahmen im Jahr 2017 von der Stadt Augsburg für die Fahrradfahrer bereits unternommen worden sind. Hierbei wurden unter anderem der Ausbau des Radwegs am Jakobertor, die Sanierung der MAN-Brücke mit gesicherten Radstreifen und die Verbesserung der Wege im Siebentischwald genannt. Derzeit teilen sich Rad- und Autofahrer sowie die Straßenbahn die Fahrbahn in der Augsburger Straße und sie gilt daher für viele Verkehrsbeteiligten als problematisch. Um ein sicheres Fahren zu ermöglichen, ist für Fahrradfahrer eine Parallelstrecke über die Färberstraße geplant.

Des Weiteren plant die Stadt Augsburg eine dritte Radstation am Hauptbahnhof und ein Radverkehrskonzept für die Landkreise Augsburg-Aichach-Friedberg. Der BN plant Aktionen zur gegenseitigen Rücksichtnahme zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern.

Das Thema "Baumfällungen am Herrenbach" leitete Irene Kuhn mit Neuigkeiten ein. Bereits vor der Fällung der Bäume sind beim Tiefbauamt Augsburg alternative Lösungen zu den geplanten Baumfällungen geprüft und verworfen worden. Um welche Lösungen es sich hierbei jedoch genau gehandelt hat, hat das Tiefbauamt nicht bekannt gegeben. Der BN hat sich daher erneut schriftlich an das zuständige Amt gewandt. Mit dem Schreiben wurde der Vorschlag gebracht, die grüne Achse am Herrenbach erneut mit Mitgliedern des BN und einem Wasserbauingenieur zu begehen. Hierbei sollen neue technische Lösungen gefunden beziehungsweise bestehende Vorschläge diskutiert werden, um somit den restlichen Baumbestand zu erhalten.

Ebenfalls wurde die Alternative besprochen, ob bei Gefahr eines Hochwassers nicht die Wasserausleitung des Hochablasses gesperrt werden könnte, um die Wasserfluten zu verringern. In Notfallsituationen, wie etwa bei Kanuunfällen im Eiskanal ist es bereits möglich, das dortige Wehr schnell zu schließen.

Bei dem Treffen wurde wieder einmal deutlich, dass es wichtig ist, Diskussionen zu führen sowie Anregungen, Vorschläge und Wünsche zu äußern. Zum nächsten offenen Treffen am Freitag, 10. August, um 19.30 Uhr im Anna Café sind daher alle Interessierten eingeladen.

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