Steckbrief: Farbmaus

Minnie, die kleine Farbmaus aus dem Augsburger Tierheim, spielt besonders gern Verstecken (Foto: TierSV)

Oder: Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Die flinken, intelligenten Farbmäuse gehören zu den Nagetieren und sind als Haustiere sehr beliebt. Sie sind neugierig und werden recht schnell zahm, verbreiten jedoch einen starken Eigengeruch, da sie ihre Umgebung mit Urin markieren. Alle Farbmaus-Varianten stammen von grau-braunen Hausmäusen ab, unterschiedliche Farb- und Fellvarianten wurden erstmals vor rund 300 Jahren in Japan gezüchtet. Diese „modernen“ Farbmäuse sind circa 14 – gut 20 cm lang, die Hälfte davon misst allein der nackte Schwanz. Als Qualzuchten gelten Nackt-, Tanz-, Locken- oder Angoramäuse, Albinos sind sehr lichtempfindlich.

Lebenserwartung: 1,5 bis 3 Jahre

Haltung: Farbmäuse sind gesellig und sollten mindestens zu zweit, besser noch in kleinen Gruppen von 4 bis 5 Tieren gehalten werden. Dafür eignet sich ein ausreichend großer Gitterkäfig mit mindestens 10 Zentimeter hoher staubarmer Einstreu. Abwechslungsreiche Klettergelegenheiten, Verstecke, Spielzeug (inklusive halbseitig geschlossenes Laufrad mit durchgehender
Lauffläche) sowie ein Sandbad komplettieren die Käfig-Einrichtung.

Die Mäuse vor direkter Sonne und Zugluft schützen, dabei aber auf ausreichend Belüftung achten. Nicht gut vertragen Farbmäuse hohe Temperaturen (optimal sind 18–26 °C), plötzliche Temperaturschwankungen und zu hohe Luftfeuchtigkeit.

Wichtig ist regelmäßige Käfig-Reinigung (vgl. oben: Markieren mit Urin) mit mindestens wöchentlich neuer Einstreu.

Futter: Gemischte Kost, neben frischem Trinkwasser vor allem körnerreiches Trockenfutter. Faustregel: pro Farbmaus täglich ein Esslöffel, am besten auf mehrere Stellen im Käfig verteilt. Ebenfalls täglich sollten unterschiedliches Obst, Gemüse oder Kräuter auf dem Speiseplan stehen, Nüsse nur selten. Ab und zu getrocknete Insekten, Milchprodukte und/oder gekochtes Ei decken den Proteinbedarf. Gar nicht gut bekommen den Tieren süße Leckerlis.

Zum Tierarzt bei: Apathie, Durchfall, verändertes Fress- und Trinkverhalten, Gewichtsverlust, Haut- und Fellveränderungen, Schnupfen und tränende Augen.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.
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