Steckbrief: Haustaube

"Schillernde Persönlichkeiten" sind viele Haustauben allein schon wegen ihres Gefieders (Foto: Dr. Eberhard Pfeuffer)

Oder: Welches Tier passt zu mir?*

Allgemein: Von der in Mittel- und Südeuropa wildlebenden Felsentaube stammen unsere Haustauben ab. Sie wurden zunächst in der Levante gezüchtet und gehören zu den ältesten Haustieren überhaupt. Alle Tauben haben einen kräftigen Rumpf und einen eher kleinen Kopf, der beim Gehen vor und zurück ruckt.

Übliche Haustauben sind etwa 30 cm groß und um die 300 g schwer. Ihr Gefieder ist meist grau oder graublau mit schwarzen Flügeln und am Hals grünlich-violett schimmernd. Unter den rund 350 Arten von Haus- und Brieftauben befinden sich aber auch weiße, schwarze, sandfarbene, braun-rote, gescheckte …
Tauben sind intelligent, leistungsstark und erkennen zum Beispiel auch Menschen wieder.

Nach etlichen Jahrzehnten rückläufigen Interesses erfreuen sich in jüngerer Zeit Rasse-, Brief- und Kunstflugtauben unter Vogelfreunden wieder zunehmender Beliebtheit.

Lebenserwartung: 10 – 15 Jahre

Haltung: Tauben sind gesellig und müssen in Gruppen gehalten werden. Nötig ist dafür ein ausreichend großer Taubenschlag mit Sitzstangen in gleicher Höhe sowie Unterschlupfen und Brutplätzen. Eine Freiflugvoliere schützt die Tiere vor natürlichen Feinden wie Greif- oder Rabenvögeln. Dem ausgeprägten Flugdrang der Tauben angemessener ist aber die Haltung mit Gelegenheit zum Freiflug, von dem die standorttreuen Vögel stets zurückkehren.

Tauben sind ganzjährig geschlechtsreif und brüten bis zu fünf Mal pro Jahr. Wer nicht züchtet, sollte seinen Taubenbestand durch Entnahme bzw. Austausch der Eier („Augsburger Modell“) stabil halten.

Futter: Sämereien und Körner wie Leinsamen, Hanf, Hirse und anderes Getreide, bei Freiflug etwa 25 g pro Tag und Tier, gelegentlich ergänzt durch Schalenfrüchte und Beeren. Manche Arten fressen auch Würmer und Insekten. Wasserschalen sollten täglich gesäubert und frisch befüllt werden.

Zum Tierarzt bei: Wässrigem Kot, Taubenflöhen und anderen Parasiten. „Trockenen Schnupfen“ (Gefahr von Chlamydien / Ornithose) klärt am besten ein vogelkundiger Tierarzt ab, der auch die für Rassetauben vorgeschriebenen Impfungen gegen Paramyxovirose und Paratyphus vornimmt.

* Ein Service des Tierschutzvereins Augsburg und Umgebung e.V.
0
1 Kommentar
1.163
Katharina Wieser aus Augsburg - City | 14.10.2019 | 08:19  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.