Über die Grenzen - Die neue Ausstellung des Jüdischen Museums

Wann? 11.07.2019 19:00 Uhr

Wo? Ehemalige Synagoge Kriegshaber , Augsburg DEauf Karte anzeigen
Augsburg: Ehemalige Synagoge Kriegshaber | 

Kinder auf der Flucht ist das verbindende Thema zwischen dem Jahr 1939 und 2015.
Geschichten der Kindertransporte jüdischer Opfer der Nationalsozialisten sowie die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und deren Wege werden in der ehemaligen Synagoge in Kriegshaber erzählt.

Die neue Ausstellung des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben fokussiert sich auf die mehrfache Grenzüberschreitung dieser Geschichten. Nicht nur verschiedene Länder wurden durchquert, sondern auch die eigenen Grenzen belastet. Die Trennung von Familie, die Einsamkeit im fremden Land mit fremder Sprache, sowie das Wissen um die zurückgebliebene Familie sind Erlebnisse, welche zu Traumata führen können. Nicht nur vor 80 Jahren, sondern auch in der Gegenwart. 

Das Zentrum für politische Schönheit zeigte mit seiner Aktion "Kinder Transporthilfe des Bundes" die aktuelle Notwendigkeit sich für Kinder auf der Flucht einzusetzen.


In Anlehnung an das Projekt präsentiert das JMAS seine historischen Forschungen und verbindet die beiden Generationen durch eine Ausstellung.

Ein besonderer Gast zur Vernissage am Donnerstag wird Kim Fellner sein. Sie reist aus den USA nach Augsburg um dabei zu sein, wie das Museum die Geschichte ihrer Mutter Anita Heufeld erzählt. Diese wurde in Fischach geboren und entkam den Nationalsozialisten mit einem Kindertransport nach Großbritannien.  Ihre Geschichte, sowie einige andere, ist Teil der Ausstellung. 

Eröffnung wird am Donnerstag um 19 Uhr in dem einzigartigen Ort, der ehemaligen Synagoge in Kriegshaber sein. Wer noch nie dort war hat einen Grund mehr vorbei zu schauen! 

Ein weiterer Gast wird die Wiener Künstlerin Starsky sein. Im Anschluss an die Eröffnung wird die Visualistin von Kriegshaber starten und die Geschichten der geflohenen Kinder an Hauswände, Straßen und jegliche Flächen die es möglich machen, projizieren. Seid dabei wenn die Geschichten wieder dahin zurückgebracht werden, wo sie stattgefunden haben: mitten in der Stadt. 

Der Guerilla-Stadtrundgang beginnt um 21h an der ehemaligen Synagoge in Kriegshaber, gern gesehen sind weiße T-Shirts oder andere Projektionsflächen mit denen solidarisch eine Botschaft mitgetragen werden kann. 
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