Umfrage am Rathausplatz: Was halten die Augsburger von E-Scootern?

Chance, Gefahr oder einfach überflüssig? E-Scooter werden immer mehr zum Teil des Augsburger Stadtbildes. Wir haben uns auf dem Rathausplatz umgehört, was die Augsburger von dem neuen Fortbewegungsmittel halten.

Gerrit Böhler, 30 Jahre, aus Augsburg:
Die Idee ist nett, es krankt aber an der Umsetzung. Kein Mensch hält sich an die Regeln. Kürzlich habe ich einen E-Roller quer auf der Straße stehen sehen und um halb eins nachts fahren die Besoffenen mit den E-Rollern durch die Maxstraße. Außerdem ist es viel zu teuer. Für drei Euro kann ich drei Stunden lang mit der Straßenbahn durch die Stadt fahren. Ich sehe darin keinen Mehrwert.

Reinhardt Kellner, 76 Jahre, aus dem Landkreis Augsburg:
Was ich mitbekommen habe, nutzen vor allem Fußgänger die Roller, die Autonutzung geht dadurch nicht zurück. Selbst ausprobieren will ich einen solchen Roller nicht, denn die letzte Meile kann ich auch mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen. Außerdem habe ich Bedenken, was die Sicherheit angeht, da alle lautlosen Fahrzeuge äußerst gefährlich für Fußgänger sind.

Anna Besler und Laura Helms, beide 18 Jahre, aus Augsburg:
Es ist eine umweltfreundliche Alternative von A nach B zu kommen. Wir haben noch keine benutzt, würden sie aber aus Jux ausprobieren. Problematisch ist, dass die E-Scooter überall herumstehen. Das schränkt das Stadtbild schon ein.

Siegfried Berner, 61 Jahre, aus Augsburg:
Ich bin davon nicht begeistert. Es ist insgesamt schwierig, es wird in der Stadt sehr eng. Ich bin Radfahrer und das ist in der Stadt schon ein Abenteuer. Es gibt ein Verdrängungsproblem zwischen Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern und jetzt kommen die E-Roller dazu. Es regt an immer schneller zu werden und das muss nicht sein. Ein Fußweg sollte ein Fußweg bleiben, längere Strecken fahre ich weiterhin mit dem Fahrrad.

Daniel Honsowitz, 29 Jahre, aus Augsburg:
Ich finde es prinzipiell cool. Wenn ich auf die Schnelle wohin muss und keine Straßenbahn-Haltestelle in der Nähe ist, kann ich einfach einen Roller nehmen. Das Auto wird er allerdings nicht ersetzen können. Für lange Strecken benutze ich ihn nicht, aber auf Kurzstrecken ist er günstig, ich arbeite in der CityGalerie und bin nur kurz in die Maxstraße zum Geldabheben gefahren. Da zahle ich nur 1,90 Euro.

von Laura Türk und Patrick Bruckner
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