Vergiftungen bei Hund und Katze

Aufgepasst – von Azalee bis Schneckenkorn, im Garten lauert für Hunde so manche Gefahr  (Foto: M. Großmann/pixelio.de)

Die Tierärztin rät*

Nicht alles, was uns Menschen schmeckt, ist für unsere Haustiere bekömmlich. So können z.B. schon kleine Mengen Schokolade durch das darin enthaltende Theobromin bei Hunden zu Vergiftungserscheinungen führen. Die allermeisten Vergiftungen sind vermeidbar, deshalb sollten Tierhalter wachsam sein und mögliche Gefahrenquellen aus dem Umfeld der Tiere entfernen. Das sind zum Beispiel neben der bereits genannten Schokolade, giftige Pflanzen in Haus und Garten, Schneckenkorn, Reinigungsmittel und Medikamente aus der Humanmedizin.

Die meisten Vergiftungen führen zu unspezifischen Symptomen, wie Atembeschwerden, Erbrechen, Durchfall, starkem Speicheln, Herz-Kreislauf-Problemen, Krämpfen oder Apathie.

Bei Verdacht einer Giftaufnahme durch das Haustier sollte man sich unverzüglich mit einem Tierarzt in Verbindung setzen. Je nach den genauen Umständen ist eine unverzügliche, eventuell lebensrettende Behandlung nötig.

Der Ausgang einer Vergiftung hängt in hohem Maße von der aufgenommenen Giftmenge ab. Um eine schnelle und effektive Behandlung einzuleiten, sind für den Tierarzt genaue Angaben über 1) Symptome, 2) Menge und 3) Zeitpunkt der Giftaufnahme essenziell. .

Bei einem Vergiftungsverdacht sollte der Tierbesitzer unbedingt Ruhe bewahren. Auf keinen Fall sollte versucht werden, Erbrechen auszulösen, da dabei Erstickungsgefahr besteht. Wichtig sind erste lebenserhaltende Maßnahmen wie das Beruhigen des Tieres bei Übererregung und Krämpfen oder das Freihalten der Atemwege durch Entfernen von Schleim und Erbrochenem aus der Maulhöhle. Dies aber erst nach bzw. neben der Kontaktaufnahme zu einem Tierarzt.

* Tonia Olson ist Ihre Tierärztin im Tierheim Augsburg
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