Veterinäramt und Tierschutzverein befreien Reptilien aus verwahrlostem Haushalt in Pfersee

Überlebender Leopardgecko war unterernährt, aber äußerlich unverletzt (Foto: Reptilienauffangstation München)

Tierquälerei / Schlangen und Geckos aus schlechter Haltung befreit

Augsburg. Zu einer neuerlichen Tierrettung rückten Polizei, Veterinäramt Augsburg und Tierschutzverein Mitte Oktober nach Pfersee aus. Diesmal befreite das Notfall-Team aus einem verwahrlosten Haushalt mehrere Reptilien: eine zwei Meter lange Tigerpython, fünf Königspythons, zehn Leopardgeckos und einen afrikanischen Krallengecko. Die Tiere waren zum Teil extrem abgemagert, verletzt und zahnlos.

Zwei Pflegerinnen des Augsburger Tierheims brachten die geschundenen Tiere in die Reptilienauffangstation nach München. Deren Leiter Dr. Markus Baur erklärt, wie wichtig die „Aufklärung der Bevölkerung über die hohen Ansprüche vieler Arten“ ist. Gleichzeitig betont er die Bedeutung einer engen „Zusammenarbeit mit den Behörden, anderen Tierhalteeinrichtungen und der Politik.“

Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Augsburger Tierschutzvereins, sieht das ebenso: „Wir haben immer öfter mit Reptilien und Amphibien aus falscher Haltung zu tun und können diese im Tierheim nicht adäquat versorgen. Die Reptilienauffangstation ist ein Segen für die bayerischen Tierschutzvereine.“ (es)

Tierheim Augsburg, Holzbachstr. 4c, 86152 Augsburg, Tel. 08 21/45 52 90-0, www.tierschutz-augsburg.de, Besuchszeiten Do–So 13–16 Uhr
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