Von Giftschlangen und Wüstentieren

Wie der Name schon sagt … in Augsburg ist die Mexikanische Westküsten-Klapperschlange nicht heimisch (Foto: reptileknowledge.com)

Netzwerk / Exotische Tiere stellen Tierheime vor große Probleme

Augsburg. Ein Känguru in den Stauden, eine Boa Constrictor in der Donauwörther Straße – auch in Augsburg häufen sich die Meldungen über Sichtungen exotischer Tiere. Glücklicherweise sind Polizei und Feuerwehr meist schnell zur Stelle. Sie sichern die „Irrläufer“ und bringen die außergewöhnlichen Fundtiere dann ins Tierheim Augsburg. Erst vor Kurzem hatten es die Tierpflegerinnen dort mit einer beschlagnahmten giftigen Mexikanischen Klapperschlange zu tun.

„Grundsätzlich“, betont Geschäftsführerin Sabina Gaßner, „ist das Tierheim die richtige Anlaufstelle für alle Tiere in Not.“ Doch der tägliche Betrieb ist auf Hunde, Katzen und sonstige landesüblichen Haus- und Wildtiere eingerichtet. „Paradiesvögel“, Exoten und Reptilien aber benötigen besondere Unterbringung, Pflege und Futter, die das Tierheim nur kurzzeitig bieten kann.

„Gut, dass es dafür ein Netzwerk von Fachleuten und fachkundige Laien gibt“, so Gaßner, und weist auf die gute Zusammenarbeit etwa mit dem Wasserstern e. V. oder der Reptilienauffangstation in München hin. Allerdings ergänzt Gaßner: „Solche Kooperationen lindern akute Notsituationen, sie können kein Freibrief sein für fragwürdige Haltung.“ Mindestens sollten die einschlägigen Gesetze und Verordnungen dazu geprüft werden. Wichtig ist insbesondere Art. 37 LStVG, der besagt, wer „ein gefährliches Tier einer wildlebenden Art [...] halten will, bedarf der Erlaubnis der Gemeinde“.

Tierschutzverein Augsburg und Umgebung e.V., Holzbachstr. 4c, 86152 Augsburg, Tel. 08 21 / 45 52 90-0, www.tierschutz-augsburg.de
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