Warnung vor Eichenprozessionsspinner: An diesen drei Orten wurden die giftigen Raupen bislang entdeckt

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners können bei Kontakt Entzündungen und Allergien auslösen. Foto: Gabriela Lobinger/ Landesamt für Wald und Forstwirtschaft

Eichenprozessionsspinner - genauer gesagt die Raupen dieser Nachtfalterart - hat das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen (AGNF) in dieser Woche wieder, zum zweiten Mal nach 2018, in Augsburg entdeckt.

Bislang wurden die Raupen im Wittelsbacher Park, am Ilsesee (Liegewiese Ostseite) und an der Kita Zollernstraße gefunden.
Das Amt rät zu erhöhter Achtsamkeit in der Nähe von Eichen und Kontaktvermeidung mit den Raupen und Gespinstnestern. Die Falter sind ungefährlich und auch die Eichen werden durch die Fraß-Schäden in der Regel nicht nachhaltig geschädigt. Gefährlich sind die langen weißen Härchen der Raupen, die bei Berührung der Haut starke Hautentzündungen und Allergien der Atemwege auslösen können. Das AGNF beschildert die betroffenen Bäume im öffentlichen Raum, an denen der Falter gefunden wurde. An Stellen mit hoher Sicherheitserwartung, zum Beispiel in Schulen, werden die Nester entfernt. Die Schilder werden auch nach der Entfernung am Baum belassen, falls einzelne Raupen übersehen wurden und die Gefahr nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann.


Bei Berührung der Raupen oder ihrer Nester sollte die Kleidunggewaschen werden und die Haut mit Wasser und Seife gereinigt werden. Bei Auftreten von erheblichen Hautreizungen oder Allergien (Asthma, Husten) sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Die Raupen treten in der Regel in Massen von mehreren HundertTieren an einem Baum auf und bewegen sich in sogenannten „Prozessionen“ an den Stämmen von Eichen in die Krone, um dort das Eichenlaub zu fressen. Das AGNF geht von einem dauerhaften und hohen Druck von neuen Faltern aus den angrenzenden Gebieten aus.

NeueFunde können dem AGNF unter agnf@augsburg.de gemeldet werden.
Es gibt allerdings auch Verwechslungsgefahr, insbesondere mit anderen Gespinstmottenarten, welche Sträucher und Bäume (zum Beispiel Traubenkirsche, Pfaffenhütchen) befallen und teilweise kahlfressen. Diese Gespinste sind optisch nicht sehr schön aber in der Regel ungefährlich.

Erkennungsmerkmale des Eichenprozessionsspinners:
- Vorkommen nur an Eichen
- Raupen treten in „Prozessionen“ auf
- Weiße Behaarung und dunkler Streifen auf derRaupenoberseite, gelblich weiße Färbung      auf der Unterseite
- Raupengröße zwischen einem und 4,5 Zentimeter in sechs Larvenstadien 

Eine Meldepflicht besteht nicht und jeder Eigentümer einesbefallenen Baumes muss letztendlich selbst entscheiden, ob er eine Bekämpfung veranlasst. (pm)
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