Warum am Freitag ein drei Meter großer Pinguin auf dem Rathausplatz stand

Die Stadt Augsburg hat "großen Besuch". Eine 3,50 Meter hohe Pinguinskulptur steht seit 11.30 Uhr auf dem Rathausplatz. Einen Monat lang tourt der Pinguin durch 19 deutsche Städte, und macht heute noch bis 17 Uhr Station in Augsburg. Doch was macht dieser Bewohner der Antarktis bei den doch recht sommerlichen Temperaturen auf dem Augsburger Rathausplatz? 

Die Antwort hat auch tatsächlich mit dem Lebensraum seiner lebendigen Artgenossen zu tun. Der große Pinguin dient nämlich als Symbolfigur für die aktuelle Greenpeace-Kampagne "Schützt die Antarktis!". Denn im Oktober entscheidet die Antarktiskommission "Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources" (CCAMLR) über die Ausweisung eines neuen Schutzgebiets im Weddellmeer in der Antarktis.

"Das Schutzgebiet, das die EU auf Initiative der Bundesregierung beantragt hat, wäre ein starkes Zeichen gegen industrielle Fischerei in einem fragilen Ökosystem, das bereits durch die Folgen des Klimawandels gezeichnet ist", begründet Greenpeace seine Kampagne. Es wäre das größte Meeresschutzgebiet der Welt.

Bis 17 Uhr laden Augsburger Greenpeace-Ehrenamtliche noch zum Informieren und Diskutieren über den "faszinierenden Lebensraum Antarktis" ein, unter anderem mit Mitgliedern des Bundestags und "prominenten Antarktis-Botschaftern". Natürlich besteht auch einfach die Möglichkeit, sich mit dem Pinguin zu fotografieren.

Zudem sammeln die Ehrenamtlichen Unterschriften für das vorgeschlagene Schutzgebiet, um die internationale Staatengemeinschaft von der Wichtigkeit eines einstimmigen Votums zu überzeugen. Ein großer Countdown-Zähler am Rathausplatz zeigt, wie lange es noch dauert, bis die Antarktiskommission über das Schutzgebiet im Weddellmeer entscheidet. (pm)
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